Contract Killers – Angstpiration 2/6

Contract_Killers_-_AngstpirationEigenproduktion

Bewertung: 2/6 -> Durchwachsen!

Songs: 12

Spielzeit: 37:01

Ende 2013 formierte sich die Zwei-Mann-Gang „Contract Killers“ und legte knapp zwei Jahre später ihr Debütalbum „Angstpiration“ vor. Adrett kostümiert in Anzug und mit Sonnenbrille zeigen sich die beiden Musiker auf ihrer Facebookseite im Comedy-Action-Helden-Format, was durchaus auch zu ihrer Musik passt.

Sie liefern groovigen Death-Metal, der teils in Richtung Hardcore abdriftet, gespickt mit simplen und zähflüssigen Riffs, die von plakativen und bewusst provokanten Lyrics der Marke „Scheiß egal, ich knall dich weg und mach dich platt!“ dahin gegrölt und gegrowlt werden. Das Tempo ist häufig sehr schleppend gehalten, weshalb sich das Songmaterial auch nicht richtig entfalten will. Schade ist ebenso, dass man sich auf dem Album zu häufig an 08/15-Riffs bedient, die spätestens beim dritten Durchlauf der Scheibe deutliche Ermüdungserscheinungen erzeugen.

„Step Contract Killers“, der letzte Song der Scheibe, überschreitet die Toleranzgrenze schlussendlich gewaltig, sodass die ohnehin angespannte Laune schlagartig in den Keller sackt. Dieser Dubstep-Song klingt wie eine Art überdrehte Flipperautomaten-Begleitmusik, der einen urplötzlich unfreiwillig auf eine verstörende Raver-Party schleudert. Was ist hier denn schief gelaufen?

Elektrobeats und Metal zu verbinden ist ja eine heikle Angelegenheit: Es kann funktionieren wie im Falle von Dødheimsgard, die es raffiniert und experimentierfreudig umsetzen, aber bei Contract Killers wirkt es deplatziert. Elektro-Samples werden auch in weiteren Songs immer wieder eingestreut, was nun echt nicht jedermanns Sache ist. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann dem Silberling gern eine Chance geben. Ansonsten sollte man eher die Finger von „Angstpiration“ lassen.

https://www.facebook.com/contractkillers47/