Bastard “Aftermath” 3/6

STF Records
Bewertung: 3/6 -> akzeptabel
Spielzeit: 37:12
Songs: 10

Den Stempel ′Melodic Death′ drücken sich die Pforzheimer Bastarde selbst auf und treffen den Kern der Sache nur bedingt. Heutzutage assoziiert doch selbst meine Oma mit der Schublade mehr oder weniger plüschige Göteborg-Harmonien und die sind bei Bastard so gar nicht vorhanden, stattdessen illustrieren sie ihre Tracks überaus häufig mit schneidigen, ins Ohr gehenden Soli(“Entity” oder “Life after death”) eines – ohrensichtlich – extrovertierten Leadgitarristen oder nutzen Gitarrenakzente für akustische Tupfer im Todesbleikorsett (“Brain corrosion” oder “Visions of blood and lust”). Den Grundrahmen bildet jedoch in meinen Ohren relativ stinknormaler Death Metal, der von gefälligem Midtempo bis hin zu Blastbeat-Attacken verschiedene Tempi abdeckt. Tief, aber leider auf die Dauer auch ziemlich eindimensional grollt Vocalist Martin (auch von Disinfect bekannt, zu denen diese Ort Growls deutlich besser passen). Ja zugegeben, ich ertappe mich hin und wieder beim gepflegten Mitnicken/wippen (“66Susi”), aber das war es auch schon. “Aftermath” kann gut nebenbei laufen. Wenn man aber grad mal nicht hinhört, verpasst man auch nicht viel, denn das Zusammenfügen gängiger Teile aus dem Death Metal- Baukasten beherrschen mittlerweile auch tausend anderer Kapellen.


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