Angantyr “Sejr” 5/6

Det Germanske Folket
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 54:28
Songs: 0

Die Neuauflage von Angantyrs Sejr scheint schon wie die vorangegangene Auflage, ein voller Erfolg zu werden. Liegt wohl daran, dass sich bis aufs Aussehen nichts verändert hat und die alten Lieder so ziemlich ausnahmslos ein ganz schöner Hammer waren bzw. jetzt ja wieder sind. Von musikalischer Seite hat sich bei der Neuauflage, wie schon angesprochen, nichts geändert, Bonus Tracks etc. sucht man vergebens. Macht aber auch nichts, da jenes was schon damals überzeugt hat, nicht eingerostet ist und auch heute noch überzeugt. Statt in schwarz und weiß ist man mit dem Geist der Zeit gegangen und hat sich für ein mit wenigen Farben geschmücktes Digipack entschieden, auf der Vorderseite prangt noch immer das halb fallende, brennende Kreuz.
Als wolle es uns den Weg weisen, wie es inhaltlich um Angantyr bestellt ist.
Kurz Christenhass, die heidnischen Vorväter und naturmystische Themen werden behandelt.
Eine durchaus bekannte Mischung die aber funktioniert.
Angantyr bieten uns auf Sejr, leicht hymnisch angehauchten, in die norwegische Scharte schlagenden Black Metal, welcher überwiegend durch seine sehr geniale Klampfenarbeit überzeugt.
Das Schlagzeug bewegt sich überwiegend im Midtempo Bereich, ist aber sehr variabel gespielt und von daher bricht man des Öfteren in schnellere Gefilde aus.
Also definitiv die goldene Mitte.
Besonders gelungen, ist gleich der Einstand mit En Falden Kriger. Die sphärischen Streicher welche gleichzeitig als Intro fungieren, täuschen letztendlich über das eigentliche Werk hinweg, sind aber super passend und auf keinen Fall zu lang.
Die Streicher und überhaupt die leicht hymnische Komponenten sind wohl darauf zurück zuführen, dass Angantyr als Ambient Projekt gegründet wurde. Auf jeden Fall wandeln Angantyr gekonnt, auf der schmalen Linie zwischen Black Metal typischer Räudigkeit und leicht verträumt angehauchten Melodien und Keyboardeinschüben, welche einen immer wieder dazu drängen, weiter und immer weiter zu hören. Eingängigkeit wird bei Angantyr groß geschrieben und trotzdem oder gerade deshalb weiß die Musik zu fesseln. Bleibt nur noch zu sagen das Sejr, ein Hammer Album war und ist und man schon auf das Nächste gespannt sein darf. www.ureuropa.com
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