Albez Duz – The Coming Of Mictlan 4/6

albez-duz-the-coming-of-mictlan-album-cover-305x305Iron Bonehead Productions

Bewertung: 4/6 → Find ich gut!

Songs: 7

Spieldauer: 48:21

 

Even though flowers will die / rotten spirits in darkness collide.” Halleluja, ist das zu glauben? Dass trotz des anstehenden Blumensterbens immer noch verrottete Geister im Dunkeln zusammenstoßen, kann bei allem Gerede über das hereinbrechende Weltende wirklich noch überraschen. Hut ab! Schon die ersten Klänge von „The Coming of Mictlan“ lassen wissen: Jetzt wird es okkult.

Albez Duz doomen sich von der ersten Sekunde an mit nicht enden wollendem Pathos in die Gehörgänge und wissen dabei mit schrägen Zeilen und unaufgeräumter Grammatik zu verwirren. Doch halt – dabei liefern sie musikalisch eine wirklich gelungene Mischung aus klassischem Doom Rock und Gothic-Elementen. Der Sound ist bei aller Heaviness nicht überladen, sondern lässt an alte Saint Vitus denken, und auch kompositorisch haben sich die Berliner Jungs erfrischender Weise ein „Weniger ist mehr“ zu Herzen genommen. Nicht zuletzt die Coverversion von Tanita Tikarams „Twist in my Sobriety“, die man getrost als großartig bezeichnen kann, lässt „The Coming of Mictlan“ klingen, als hätte man es aus dem Ende der Achtziger direkt in die Gegenwart katapultiert.

Und, ja, das ist eine gute Sache.

 

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