Acephala „Division by zero” 3/6

Soulflesh Collector Records
Bewertung: 3/6 -> akzeptabel
Spielzeit: 35:30
Songs: 14

Die Ukraine ist in meinem Speicherzentrum nicht gerade mit einprägsamen Bands hinterlegt. (Nokturnal Mortum lasse ich dabei mal bewusst außen vor.) Daran wird sich auch nach dem Genuss von „Division by zero“ nichts entscheidend verändern. Acepahla bedienen auf ihrem zweiten Album in gefälliger, aber auch gewohnter Art und Weise die Death/Grind-Klientel und lassen dabei Spielfreude gucken. In jedem Zeugnis würde stehen „Sie waren stets bemüht…“. Die jungen Kerlchen ziehen ihre Furchen von fiesem Blastbeat-Attacken („Class antagonism“) hin zu Ami-Style Brutalo-Death mit technischem Anspruch – mit ein bisschem Phantasie kann man sogar Morbid Angel als Pate erkennen („Silencer“) – und sparen auch groovy Death/Grind a la Depression nicht aus („Syphillis in own justice“), was meiner bescheidenen Ansicht nach dem Silberling die besten Momente beschert. Die verschiedenen Schattierungen lassen Acephala ineinander verlaufen, dass nicht ganz so schnell Ermüdungserscheinungen auftreten. Am Ende bleibt „Divison by zero“ aber doch ein Album, das vermutlich in den Schwemmen an gut gemachtem Krach unbeachtet bleiben wird. Dafür sorgen nicht zu letzt auch ein recht unauffälliges Coverartwork und so poetische Songtitel wie „Satan’s asshole“, „Faggot on pitchfork“ oder „Bombs for third world“. Ich mag die CD nach ein paar Durchläufen, glaube aber nicht, dass sie zukünftig regelmässig im Schacht landen wird.

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