Abrogation – Urstant 2/6

5739187hard Records

Bewertung: 2/6  Durchwachsen

Songs: 10

Spieldauer: 43:37

21 Jahre Bandgeschichte liegen hinter den Death-Metallern aus Magdeburg, die mit „Urstant“ ihr sechstes Studioalbum vorlegen. Auffällig von Anfang an: Die in deutscher Sprache vorgetragenen Texte sind vollständig und problemlos zu verstehen. Und zunächst scheint es so, als sei besagten Texten auch vor allen anderen Aspekten des Albums eingeräumt worden, da die Produktion die Vocals doch stark in den Vordergrund stellt. Dieses Verhältnis bessert sich für das Ohr des Hörers zwar mit fortschreitender Dauer. Ein gutes Album wird dadurch aber noch lange nicht daraus.

Fakt ist: Einen individuellen Stil zu finden, sich mit diesem zu etablieren und dadurch aus der endlosen Bandmasse hervorstechen, ist keine leichte Aufgabe. Aber versuchen sollte man es doch immerhin. Und man hat bei Abrogation nicht eine Minute lang das Gefühl, dass dies der Fall war. Eintöniger Gesang, phantasielose Riffs und unnötige Breaks ergeben vor allem eins: Langeweile. Gelegentlich flackert kaum hörbar der Versuch auf, ein paar Progressive-Einflüsse einzubetten. Wäre dies weiterverfolgt worden, hätte es dem Gesamtwerk sicher einen interessanten Anstrich verleihen können.

So aber klingt ein Song so dermaßen wie der andere, dass ich auch nach mehrmaligem Hören keinen Anspieltipp oder wenigstens Besonderheiten nennen könnte. Okay: Das schiefe Geflöte bei „Deine Wunden“ sticht heraus. Aber auch nicht positiv.
Saubere Produktion, schöne Schlagzeugarbeit. Ansonsten: Siehe oben.

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