Virgin Snatch “Act of Grace” 3/6

Mystic Production
Bewertung: 3/6
Spielzeit: 43:09
Songs: 9

Innovativer Thrash Metal mit bewährten Einflüssen.
Pünklich zum 22.2.2010 bringen Virgin Snatch das vierte Album auf den Markt.
Act of Grace ist ein Thrash Metal Album im moderneren Stil mit Stileinflüssen aus dem Metalcore.
Die Scheibe überzeugt mit einem soliden Konzept. Die Lieder sind recht abwechslungsreich und bieten sowohl harte Doublebass-Passagen als auch sanftere, melodische Parts. Zwar geben Virgin Snatch als größten Einfluss Testament an, doch diesen Einfluss kann ich persönlich nicht feststellen. Die Gitarren-Soli entsprechen eher dem, was man sich unter Thrash Metal Marke Testament vorstellt.
Das Album eröffnet mit dem Namensgeber recht gut. Hier erscheint das Album einen bandeigenen Stil zu entwickeln. Doch schon im nächsten Lied, „Slap in the Face“, kippt dieser Eindruck wieder ein wenig, und auf Besserung muss man nun warten. Dennoch schaffen es die Jungs aus Krakau sich wieder mit „Daniel the Jack“ und „M.A.D. (Make a Donation)“ aus dem Alltagsbrei zu erheben. „Daniel the Jack“ besitzt einen eigenen Stil gegenüber den restlichen Lieder dieses Albums. Naja, es handelt sich hierbei auch um eine echte Bourbon Ballade im thrashig-rockigem Stil. Für „M.A.D. (Make a Donation)“ hingegen werden noch einige Schaufeln Kohle mehr verfeuert. Zum ersten Mal hatte ich bei diesem Lied nun das Gefühl, die eingeflossene Aggression scheint echt gewesen zu sein. So entwickelt die CD doch gegen Ende noch der versprochene innovative und aggressive Stil.
Zum krönenden Abschluss des Silberlings noch ein wenig Kuschel Metal feat. Vogg (Decapitated).
Sanftes Gitarrengeklimper, sanfte Texte, ein paar Metal-Parts. Naja, Schmacht-Musik eben.
Astreine Technik und ausgewogenes Songwriting überzeugen den Hörer, doch leider fehlt ein wenig der eigene Stil. Es fehlt einfach die eigene Komponente, welche die Lieder von der breiten Masse abhebt.
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