Zadok „Deine Welt“ 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 55:00
Songs: 11

Wenn eine Band im metallischen/rockigen Bereich komplett auf deutsche Texte setzt, werden als Vergleichsbeschreibung oftmals die beiden großen Bands, die mit O und R beginnen herangezogen. Bei Zadok fällt das sehr schwer, denn die Stendaler haben sich ihr eigenes Nischchen geschaffen, in dem sie aus rockigen Arrangements, stampfenden Rhythmen und deftigem Riffing, aber auch – bedingt durch Synthies – sphärischen und düsteren ja manchmal fast schon sanften Facetten einen Sud brauen, der gut ins Ohr geht und mehr als nur einmal zum Mitwippen/ nicken animiert. Sehr schön auch die Abwechslung mittels klaren, sich wie Balsam auf die geschundenen Gehörgänge legenden, Vocals („Gequälte Kreaturen“). Ein weiteres Beispiel für die unterschiedlichen Seiten von Zadok ist „Wohin“, in dem treibender Metal und fast schon balladeske Keys aufeinandertreffen bzw. ineinander verwoben werden. Das melodisch-eingänge, in Teilen auch nachdenkliche „Zu den Fischen“ ist ein weiterer Anspieltip. Langweilig wird das Album in seinen ca. 55 Minuten nie, eher hat häufig neue Höreindrücke u verarbeiten bzw. neue Feinheiten zu entdecken. Wie man das Kind nun am besten nennt, weiß ich nicht. Aber die Empfehlung an alle aufgeschlossenen Fans harter, handgemachter Musik ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

www.zadokmusic.de
http://www.myspace.de/zadokmusic

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