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Avitas – Pioneers 2/6

13 März 2017

262bbe15-f759-4e11-82d6-eff8db68a305Bud Metal Records

Bewertung: 2/6 -> Durchwachsen!

Songs: 7

Spielzeit: 45:38

„Avitas“ – Einzelgänger und Pionier? Auf jeden Fall ein Black-Metal-Soloprojekt eines Kanadiers, der auch bei der Atmospheric-Black-Metal-Band „Kabexnuv“ dabei ist. Bemerkenswert ist, dass er mit seinem Solo-Pojekt mehr unter die Leute gebracht hat als mit der Band. Seit 1997 ist er in der Szene unterwegs und hat mittlerweile schon sechs Alben veröffentlicht. Avitas ist Raw-Black-Metal mit einem Hang für Pagan und Drama, so könnte man sagen.

Der Sound ist rau, dennoch hat er manchmal melodische Passagen und Elemente wie Akustikgitarren und „doomige Riffs“ im Arrangement, aber trotzdem sind die Songstrukturen sehr banal gehalten. Die Songs wirken eher zufällig zusammen gesucht als geplant und kommen auch mit einem Okkultistischen-Lyrischen-Allerlei daher. Es fehlt einfach der rote Faden in diesem Projekt und es wirkt allgemein eher unschlüssig.

Die einzelnen Tracks gehen drei bis neun Minuten und trotzdem kommt nicht wirklich viel Kreativität rüber. Im Gegenteil: Der Sound ist eher primitiv gehalten. Kratzige und eintönige Riffs geben den Ton an und lassen nicht viel Spielraum für Ideenreichtum. Aber vor allem der röchelnde und keuchende Kreischgesang, der dem Ganzen die nötige Teufelei verleihen soll, wirkt eher jammernd und monoton. Ambivalent und paradox wären vielleicht die richtigen Attribute, um diese Werk zu beschreiben und diese ziehen sich auf jeden Fall durch das ganze Album.

Grundsätzlich könnte man sagen, bewusste Beschränkungen auf das Nötigste bringen die Ruhe in die Unruhe oder das Chaos. Was auch immer die Beweggründe dieses Raw-Pioneers für die Betitelung der Songs wie „Islamic State Of Death“ oder „Satan Delights in the Darkness and Blackness, Which Are Opposite to the Whiteness and Light that Please Heaven“ sind, sollte man vielleicht einfach nicht beurteilen und so im Raum stehen lassen. Trotz allem kommt dann doch noch die Frage auf was ein Ministry-Cover „N.W.O.“ auf dem Album zu suchen hat? Auch diese Frage sollte vielleicht besser nicht beantwortet werden.

Ob man Raw Black Metal von vornherein nur auf die einfach gehaltene Produktion herabgesetzt soll wäre sicherlich zu einfach, da es genügend kreative Geister in diesem Genre gibt. Dieses Album ist so durchzogen und hat gute und weniger gute Momente und musikalisch geht es einigermaßen in Ordnung.

 

https://avitas.bandcamp.com/album/pioneers

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