Dark Zodiak – See You IN Hell 4/6

dark zodiakSTF Records

Bewertung: 4/ 6 → Find ich gut!

Songs: 8

Spielzeit: 28:38

Röchelnd und lechzend marschieren wir durch das ca. einminütige Fegefeuer, bevor wir uns in der Hölle von Dark Zodiak wiederfinden. Musikalisch züngelt die Flamme deathmetallisch derb an unser Ohr, das sich sofort entzünden lässt.
Nicht zuletzt der edle und doch voluminöse Growl von Frontfrau Simone und der damit gestaltete hymnisch sich variantenreich wiederholende Refrain des ersten Songs und Album-Titelgebers ‚See You in Hell‘ sondern auch der treibende im Mid-Tempo gehaltene Grundtenor verleihen dem Opener Würze und Kraft. Die fünf Musiker aus dem südlichen Baden-Württemberg mit den diabolischen Namen Jürgen, Dieter, Charly, Siggi und Simone erschaffen mit acht neuen Songs ihres 2014 veröffentlichten Full-Length-Erstlings „See You in Hell“, wie sie selbst auf ihrer Bandhomepage kundtun, weniger melodische, sondern eher knackige Sachen: thrashiger Öko-Deathmetal, wie wir beim Titel ‚Blowout‘ und dem starken Prechorus ‚Deepwater Horizon‘ vermuten könnten.

Schleppende kraftvolle Riffs als Break steigern den Song bis hin zu einer aufsteigend dissonant wirkenden Melodie, die gekonnt zum Kern des Songs zurückfindet – zweifelsohne das Herzstück der Scheibe. Für alle bis dahin ausgehungerten Gitarrenfetischisten- ‚Endless Pain‘ liefert das erste Gitarrensolo der Scheibe, was zudem eine passende Ruhe in den doch recht überspannt rasanten Song bringt. Weniger gelungen erscheint an dieser Stelle der männliche Background, der gegenüber Simones Kraftstimme nur verlieren kann. ‚Black Soul‘ kehrt unser Innerstes zu Äußerst, wirkt melodisch, reif, in sich geschlossen. Rhythmisch interessant erscheint das ansonsten recht unspektakuläre ‚I Can’t Breathe‘. In tiefgrowlender Gemütlichkeit und Stärke, die doomig aushallt, schließt sich der ‚Dark Zodiak‘ mit ‚Time‘ leider noch nicht, obwohl dies ein gelungener Abschluss sein könnte. Stattdessen schleppt sich noch das eher maschinell und künstlich wirkende ‚Holidays‘ dahin, was dem Wert den Albums dadurch ein wenig die Spannung nimmt.

Insgesamt gelingt es Dark Zodiak, die Stimmungen in ihren Liedern auszutarieren, Wellen zu erzeugen, die genau in dem Moment den Kurs, dank treffend einsetzender Breaks und Prechorus-Elemente, wechseln, wenn es dem Hörer danach ist. An manchen Stellen überschlagen sich die dunklen Stiere, Löwen und Zwillinge etwas, erden sich aber schnell wieder und liefern lodernden Groove. See you in hell!
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