Zerstörer “Panzerfaust justice” 4/6

Ashen Productions
Bewertung: 4/6 – > Find ich gut
Spielzeit: 35:45
Songs: 9

Was für ein widerliches, räudiges, verdrecktes Stück Musik! Ich glaube, die Herren Necroschwanz (in meiner Favorite-Liste der Pseudonyme ganz weit vorne) und Kremator sowie das Barrage Beast an den Drums haben wahrscheinlich nach dem Aufnahmen von “Panzerfaust justice” noch eine Extra-Runde im Studio gedreht. Aber nicht um hier und da noch etwas nachzujustieren, so wie es viele andere Bands tun, sondern ich glaube, da wurde eher peinlich genau darauf geachtet, dass diese CD so wirkt wie ein Batzen Klärgruben-Inhalt, den man mitten in die Fresse geschmissen bekommt. Das Trio wühlt in spartanischem Norsecore-Black Metal herum (“Lost in a trench”), bedient sich aber genau so in der benachbarten Rotz’n’Roll- und Punk-Tonne (“Sociopathic killer”) oder zollt mit Riffing und einfach gehaltenen Songstrukturen den Anfängen des Metal Tribut, allerdings verpackt in ein abstoßendes Black Metal-Gewand (“Of war, hate, eternal death”). Bei aller Einfachheit die einen auf “Panzerfaust justice” entgegen springt, sollte nicht untergehen, dass einige Riffs durchdacht sind und deutlich über Drei-Akkorde-Geschrammel hinaus gehen (“01 Kt Bringer of pain”) Jedoch muss man da genau hinhören, denn bei dem verwaschenen Sound, der auch das Drum-Sperrfeuer etwas pappig erscheinen lässt, geht das leicht unter. Wer es roh und widerwärtig mag, kann es sich hier richtig besorgen lassen.

www.myspace.de/zerstoererpanzermetal