Wandar, Arroganz und Irem – Plan 3, Halle 3.3.2012

Wenn ein altes Kino zum Konzertsaal umgebaut wird, so bietet das natürlich eine äußerst reizvolle Location. Die Wände hatten schon lange keinen Anstrich mehr, da wo einst eine Leinwand gewesen sein könnte, ist nun die Bühne und wo einst Kinosessel standen, ist Platz für ausreichend Publikum. Genau so kann man das Plan 3 in Halle beschreiben, welches am 03.03. zu Konzerten von Wandar, Under That Spell und Arroganz einlud. Zwei Tage mussten Under That Spell leider krankheitsbedingt absagen. Aber mit Irem hatte man schnell für Ersatz gesorgt und der Eintrittspreis wurde nochmals um 2 Euro auf 6 Euro gesenkt. So scheint sich doch noch alles zum Guten zu wenden.

Leicht verspätet begeben sich Irem 21.30 Uhr zur Bühne und zaubern gleich ein großes „WOW!“ auf viele Gesichter. Der Black Metal ist schnell und aggressiv und schafft es viele vor die Bühne zu locken. Einigen eingefleischten Fans mag aufgefallen sein, dass der Basser (ebenfalls krankheitsbedingt) fehlt, allerdings mag das die anderen Besucher nicht gestört haben, denn die Stimmung ist spitze. Vor und auf der Bühne gibt es viel Bewegung und Songs wie „Paths“ und „Alpha Omega“ kommen sehr gut an. Dass zum Schluss dann sogar noch nach einer Zugabe verlangt wird, beweist wohl , dass Irem ein guter Ersatz sind. Die Zugabe wird gegeben und dann folgen Arroganz.

Bei Arroganz handelt es sich um ein Trio, dass sich vor allem durch die Gitarrenparts auszeichnet. Die Musik wirkt sehr kalt und düster auf einen, jedoch hat sich auch Rhythmus, der den ein oder anderen zum Bangen zu animieren. Nur in der Mitte des Sets geht ein wenig die Stimmung verloren, da hier einfach etwas besonderes fehlt bzw. die Songs verwirren durch abrupte Übergänge und langsame Parts. Das ist jedoch nicht weiter verheerend, denn insgesamt ist das Konzert von Arroganz sehr gut gewesen.


Wandar nutzen ihren Auftritt gleich noch als Präsentation für ihr neues Album „Landlose Ufer“ , das am gleichen Tage veröffentlicht wurde. Leider nimmt der Soundcheck eine ganze Weile in Anspruch bis das Konzert beginnt. Aber den Fans scheint das überhaupt nichts auszumachen. Immer wieder hört man Zurufe und der Witz des Abends über „Wandarhuren“ (in Anlegung an den Film „Die Rache der Wanderhure“) macht seine Runde. Kurz vor Mitternacht ist es dann endlich soweit. Die Kerzen auf der Bühne sind angezündet, davor stehen ein paar Ölfackeln, Nebel wird erzeugt und Wandar begeben sich zur Bühne. Ein wenig verwirrend ist der Beginn. Es kommt ein Intro darauf hin der Song „Gen Norden brandet die See“ und dann wieder ein Intro, welches zu „Eldar“ überleitet. Wie auch immer, es dauert kaum eine Sekunde da sind die Fans schon in den Bann gezogen. Hier und da wird gebangt, andere lauschen fasziniert der Musik. Kleine Ungereimtheiten beim Sound gibt es zu Beginn noch, aber dass wird vor der Bühne kaum wahr genommen. Es folgen viele Songs vom neuen Album, wie zum Beispiel „Wintersang“ oder „Waldgänger“. Abgerundet wird das sehr schöne Konzert mit „Vergessenes Wandern“ und dann neigt sich der Abend dem Ende, zumindest auf der Bühne, denn danach wird weiter gefeiert.

Für gerade mal 6 Euro einen solch gelungenen Abend zu bekommen, ist schon fast eine Seltenheit. Jede Band bot dem Publikum ein gutes Konzert und die Stimmung war die gesamte Zeit über sehr gut. Für die, die sich auf Under That Spell gefreut haben, war Irem sicher ein Trost und laut Facebook-Seite der Osnabrücker soll das Konzert auch noch nachgeholt werden. Aber der Abend war so gut, wie er war.


Bilder


www.wandar.de

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http://www.halls-of-irem.de/