Stíny Plamenů – Šum v pološerech 5/6

553206Nasphyr Records

Bewertung: 5/6 → Mächtig!

Songs: 8

Spielzeit: 31:08

Man liest und hört es immer wieder: Old School ist nach wie vor beliebt. Doch wie oft wurde sich schon beschwert, dass selbst anno 2016 die Produktionen noch wie vor 30 Jahren klingen? Zu oft und zu Recht, wenn man sich im Vergleich dazu die neue Scheibe von Stíny Plamenů reinzieht!

Black Metal aus Polen scheint momentan auf ganzer Linie zu dominieren und andere Szenen verlieren dabei schnell an Beachtung. Doch die Tschechen zeigen auf „Šum v pološerech“, dass man den Horizont nach wie vor erweitern sollte. Mit fast zwei Dekaden auf dem Buckel überzeugt die Band durch Erfahrung und hebt sich von der Vielzahl an Veröffentlichungen ab.

Ohne Keyboards oder Syntheziser knüppeln Stíny Plamenů los, dazu kommen beherzte Schreie und Kälte macht sich breit. Und spätestens bei „Lesk mrtvých požárů“ zeigt sich das Potenzial der Band. Die Rhythmen kommen schnell daher, das Drum triggert sich durch den Song und auch wenn man kein Wort Tschechisch spricht, hat man schnell einen Ohrwurm und man glaubt, den Chorus mitsingen zu können.

Es handelt sich jedoch nicht um Raw Black Metal, sondern Melodien finden ihren Platz durch Gitarrensoli. Sicher könnte man als Einflüsse z.B. Immortal erwähnen, nicht desto trotz darf man nicht vergessen, dass Stíny Plamenů in der Gegenwart spielen und das zeigen sie auch, denn die Produktion ist auf einem sehr hohen Niveau. Stilistische Feinheiten, wie ein rhythmisches diabolisches Lachen bei „Flexibilní stoka“ oder Kanalisationen als beliebtes Thema, sollte man ebenso erwähnen, da sie das Markante bei Stíny Plamenů ausmachen. Hier und da erkennt man jedoch einige Parallelen zu Trollech. Das ist aber überhaupt nicht verwunderlich, denn die gesamte Band spielt ist dort ebenso vertreten, nur Trollech ist um einiges paganer.

Kurz gesagt: „Šum v pološerech“ ist ein mächtiges Werk, dass Black-Metal-Fans nur ans Herz gelegt werden kann.

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