Slayer “Christ Illusion” 5/6

Warner Music
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 38:14
Songs: 10

Eigentlich hasse ich es, in die Jubelarien der Massen einzufallen und fleißig „Genau so isses!!” zu sagen. Im Falle der neuen SLAYER-Scheibe geht’s aber echt nicht anders.
Alles brüllt, daß die neue Scheibe wieder richtig Old School ist. Was soll ich dazu sagen? „Genau so isses!!“. Ein Großteil der Metal-Medien verkündet, daß es diesmal keine NuMetal-Anbiederungen, keine seltsamen Sound-Experimente und kein uninspiriertes Midtempo-Gegroove gibt. Und was sage ich dazu? „Genau so isses!!“ In so ziemlich jedem Review liest man, daß es wieder Speed en masse gibt, dazu jede Menge geile Riffs und fiese Quitesch-Soli.
Mein Kommentar? „Genau so isses!!“ Die Kritikerschar verkündet, daß dies das beste SLAYER-Album seit „Seasons In The Abyss“ ist. „Genau so isses!!“. Dave Lomabardos Rückkehr wird überall als Gewinn für SLAYER gewertet. Kommentar? „Genau so isses!!“ Und das, obwohl ich Paul Bostaphs Drumming sehr mag. Zu den Songs an sich hört man Dinge wie: „Die Stücke sind durchweg gelungen. Besonders gut sind „Flesh Storm“, „Catalyst“, „Eyes Of The Insane“ und „Supremist“, diese Stücke haben Klassikerpotential.“
Meine Meinung? „Genau so isses!!“ Einige ganz schlaue Köpfe haben aber auch bemerkt, daß Tom Araya keine 20 mehr ist und seine Stimme etwas dünner geworden ist. „Genau so isses!!“ Aber: Scheißegal. Herr Araya bringt seine Texte immer noch mit genug Inbrunst, Wut und Hass rüber. Außerdem hat man Toms Stimme recht clever im Gesamtsound positioniert, so daß seine altersschwachen Stimmbänder nicht allzu unangenehm auffallen. Und nu? Das einhellige Urteil über „Christ Illusion“ lautet zumeist: „Geile Scheibe, braucht jeder Thrasher!!“ Und ich sage heute zum letzten mal aus voller Überzeugung „Genau so isses!“.
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