Nocturnal Hall: Metal Magazine im Internet Teil VII

Mit dem Nocturnal Hall findet sich ein relativ neues Metal Magazin im Netz, welches sich selbst als Metal & Undergroundmagazin versteht. Das Zine besticht durch eine verspielte, verschnörkelte aber dennoch ästhetische Optik in zarten Blautönen, fast so wie das aktuelle Titelmotiv des Eternitys :) .

Bei aller grafischen Gestaltung ,die an allen Ecken und Enden zu finden ist, braucht es keine langen Ladezeiten, was natürlich auch daran liegen kann, daß ich mich neuerdings via ADSL im Netz bewege :) Etwas naja nicht wirklich ärgerlich aber anstößig empfand ich da schon eher, daß sich mit einem Klick auf das Logo der Startseite ein zweites Browserfenster öffnet, welches natürlich irgendwo auf meinem Desktop positioniert wurde und ich erst umständlich das Teil hin und her schieben musste um dann wirklich Zutritt zum Mag zu finden.

Klar ist das ganze dem optischem Erscheinungsbild des Ganzen zuträglich, jedoch sollte man dem Surfer schon seine geneigten Navigationsgewohnheiten lassen um ihn zu dauerndem Wiederkommen zu bewegen. Ein Browserfenster an dem sämtliche Standardbuttons und Leisten ausgeblendet werden trägt meiner Meinung nach nicht dazu bei.

Auch finde ich das Copyright gehabe etwas übertrieben, denn beim markieren von Textzeieln und anklicken mit rechter Maustaste öffnet sich via Javascript jedesmal ein Dialogfenster mit dem Copyright Hinweis. Besonders bei der Kontaktadresse ist diese Zweifelhafte Funktion nicht sonderlich dienlich, denn welche Band würde sich nicht gern die Anschrift, samt Telefon & Faxnummer rauskopieren um dann am Ende einer Adress Sammel Surf Tour ein paar interessante Zines mit ihrem Material zu bemustern. Vor allem recht unsinnig das ganze weil sich der Copy Vorgang nach wie vor auch prima mittels Tastenkürzel Strg+C vornehmen lässt.

Gerade deswegen wirkt die eingebaute “schutzfunktion” oft überflüssig und störend. Doch genug des meckerns und kritisierens, denn in Kauf nimmt damit daß die internationale Crew einem auf Teufel komm raus ihre Vorstellung von Fensterform, Größe und Navigationsgewohnheiten aufzwingt versteckt sich hinter den einzelnen Rubriken ein durchaus engagierter Ansatz, der liebevoll zum fertigen Endergebniss zusammengetargen wird. Unter News verbergen sich jedoch nur die Neuigkeiten die Site betreffend, hier wird man also über neue und anstehende Features informiert.

Mir noch nicht ganz offensichtlich ist die Einteilung von CD Kritiken in gesonderte Menüpunkte Previews und Reviews, ich schätze mal daß es sich bei den Previews folgerichtig um Scheiben handelt deren VÖ Datum noch bevorsteht. In beiden Kategoriern findet sich eine Unterteilung in Aktuell und Archiv und die auswahl der insgesamt vorhandenen Rezensionen lädt schonmal zum schmökern ein.

Der Schreibstil ist sympathisch locker, so daß man sich auf Anhieb noch ein paar andere Artikel zu Gemüte führt. Es gibt außerdem einen aktuellen Tourdates Plan, Live Reviews, sowie natürlich auch Interviews. Klar mit 10 Stück an der Zahl und namentlich Witchburner, Mourning Ends, Vindsval, Despairation, Adorned Brodd, The 69 Eyes, Crusade, Sentenced, Septic Flesh und Moonspell nicht gerade unbedingt viel, aber da das Zine eben noch nicht so lange existiert wird sich sicher auch hier zukünftig noch was ändern, das hoffe ich zumindest, denn im Großen und Ganzen macht das Nocturnal Hall einen sehr soliden Eindruck.

Also schaut doch am besten selber. Warum man zwecks Zusendung einer Promo CD zuerst ein Formular auf der Website ausfüllen muss, selbiges Abschickt , eine Antwort bekommt nur um dann sein Promo einzutüten und loszuschicken bleibt mir jedoch bis zum Ende verborgen. Bei aller Webfunktionalität – aber manchmal ist der altmodische Weg nicht der schlechteste und der lautet: Adresse notiert, Demo/CD eingetütet und ab die Post an: Redaktion Nocturnal Hall, Adolf – Kolping – Str. 10, D – 91275 Auerbach. www.nocturnalhall.de, redaktion@nocturnalhall.de
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