Nigredo – Facets Of Death 4/6

nigredoOdium Records

Bewertung: 4/6 → Find’ ich gut!

Songs: 4

Spielzeit: 19:04

Es gibt etwas neues aus Griechenland. Und zwar eine Band namens Nigredo, bei der es sich um ein Zwei-Mann-Projekt handelt. Und wer ist wieder mit dabei? Drummer Maelstrom, welcher aktuell laut Metal-Archives noch bei 13 weiteren Bands als festes Mitglied oder Sessionmusiker aktiv ist. So verwundert es nicht, dass man auf dem Erstling“Facets Of Death“ genügend Einflüsse seiner anderen Bands wiederfindet.

Schon bei den ersten Tönen von „MLK“ wird man schnell an Ravencult erinnert. Nicht zuletzt deshalb, weil Nigredo musikalisch dem Black Metal zuzuschreiben sind, welcher durchaus auch Spuren aus dem Thrash Metal aufweist. Jedoch ist der Gesang wesentlich hypnotischer an einigen Stellen. In den Songs wechselt man auch gerne mal zwischen schnelleren und langsameren Parts hin und her, wobei erstere deutlich überwiegen.

Wenn man die Musik nun mit anderen Bands vergleichen müsste, so kann man ohne schlechtes Gewissen der Ansage, dass die Musik für Fans von Celtic Frost oder Mayhem sei , zustimmen. Treffender könnte man es wohl auch nicht formulieren. Stellt sich nur noch die Frage, ob man schon mal gehörte Sachen neu zusammengemischt wieder hören möchte oder nicht.

Eines sollte man den Griechen von Nigredo wirklich zugestehen: Technisch gesehen hat man hier eine gute Qualität abgeliefert und daran gibt es nichts auszusetzen. Der Klang ist schön rotzig, passt genau zum Programm und sowohl die Stimme als auch die Drums überzeugen auf ganzer Linie. Dennoch überrascht die EP einen nicht mit neuen Sachen und das fehlt dann leider doch ein wenig, auch wenn die Scheibe allemal für Stimmung sorgt. So bleibt zu sagen, dass die Grundlage sehr gut ist, aber das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft wurde. Da muss man wohl auf weitere Veröffentlichungen warten.

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