Moonfog “Ordinary misanthropic & repulsive anthems” 3/6

Rebirth The Metal Productions
Bewertung: 3/6 – > Akzeptabel
Spielzeit: 33:36
Songs: 11

Die Slowaken Moonfog haben in ihrer bisherigen Geschichte einige gravierende Wechsel vorgenommen. Waren sie in den ersten Jahren noch in ihrer Muttersprache unterwegs, sind seit dem Vorgänger-Album “Cadaveric changes” die gorig-blutigen Texte nur noch in englisch. Und spielten sie in den Anfangstagen mehr Death/Thrash, so wandelte sich das Blatt hin zu brutalem Death Metal, wo sie anscheinend ihre Heimat gefunden haben und sich nun ausprobieren. Genre-typisch häufen Moonfog Blast-Attacken und prägnant quietschende, Ami-Sound-lastige Gitarren auf dem Album an, ergänzt um einen Packen Groove, Grind-Ausflüge, Frognoise-Gebrummel und einzelne Schreiattacken. Die Songs, die sie daraus zusammen zimmern, schwanken zwischen Brutal-Death-Standard-Kost und einigen guten Treffern. “Burial feast” zum Beispiel sägt ganz ordentlich. “Fresh meat only!” fängt eher gewöhnlich an, kippt zum Schluss jedoch klar in Richtung Grind (Hallo Fleshless!) und lässt damit aufhorchen. Moonfog setzen jedoch nicht nur auf Brutalität, sondern versuchen ihre Stücke auch in gewisser Weise zu verschachteln bzw. von 08/15-Arrangements abzuweichen. Das Bemühen in Ehren, wird damit der Zugang zu “Ordinary misanthropic & repulsive anthems” schwierig und trotz der Spielzeit von nur knapp 34 Minuten schnaufe ich erstmal durch, als der letzte schräge Gitarrenlauf verklungen ist. Kurz noch zu den äußeren Fakten der CD: Der Sound geht in Ordnung – brutal ballernd, aber transparent wo nötig. Das Coverartwork beschert mir ein Deja-Vu, sieht es doch fast so aus, als hätte hier jemand versucht sehr offensichtlich die Fortsetzung von “Butchered at birth” zu zeichnen.

http://www.moonfog.nfo.sk/