Irrlycht “Irrlycht (MCD)” 4/6

Blackmoon Records
Bewertung: 4/6 -> …find ich gut!
Spielzeit: 28:45
Songs: 5

Aus der Asche der Heidelberger Cult-Black Metal Truppe „Geweih“ erhob sich recht schnell eine neue Band: „Irrlycht“. Somit waren und sind die Erwartungen an „Irrlycht“ hoch angesetzt, auch wenn man die beiden Truppen sicherlich nicht direkt vergleichen kann. Doch die Sorgen sind unbegründet, denn die Heidelberg können diese Erwartungen im Großen und Ganzen erfüllen.

Die MCD hat für eine (primär) Eigenproduktion einen erstaunlich guten Klang und nach einem recht passenden Intro wird mit „Siechtum“ dem Midtempo der Krieg erklärt. Die Mannen um Isegrimm beherrschen dabei Ihre Instrumente ohne Fehl und Tadel – was der Wuchtigkeit dieses hasserfüllten Black Metals gut tut.

Für eine Eigenproduktion ist der Sound sehr ausdifferenziert und vom Bass bis zu dem treibendem Schlagwerk jede Nuance herauszuhören. Die Gitarren spielen oft „hymnenhafte“ Leadmelodie, die einen recht eingängigen Verlauf besitzen und für Headbanger sicherlich eine Freude darstellen.

Isegrimm variiert wiederum beim Gesang häufig, von rauem Gekreische über einigen tieferen Gesangspassagen bis hin zu Sprachgesang ist auf dem Album alles enthalten. Das tut dem Inhalt der Texte (Hass & Misanthropie – und zum Glück keine plakative „Satanspropaganda“) und der Idee hinter der Band gut und hebt „Irrlycht“ positiv von manch monotonen Gesangs-Kapellen ab. Am stärksten ist dabei „Urangst“ geworden, welches auch mit einigen cleanen Gitarrenpassagen aufwartet und die Essenz von „Irrlycht“ darstellt – und bei welchem auch öfters im langsamen Midtempo gespielt wird – mehr davon!

Als Abschluss wird das bekannte Lied „From the Pagan Vastlands“ von Behemoth gecovert. Ich hätte zwar lieber ein-zwei weitere Lieder von „Irrlycht“ gehört, aber das Cover ist recht eingängig interpretiert worden und kommt daher fast an den Klassiker an sich heran.

Alles in allem eine sehr solide erste Veröffentlichung, welche aber gewiss ausbaufähig ist, wenn man sich die Mannen der Kappelle und deren bisheriges Schaffen betrachtet. Doch schon jetzt hat sich „Irrlycht“ einen festen Platz im deutschen Black Metal Untergrund gesichert und wird dort (hoffentlich) auch nicht so schnell wieder verschwinden.
www.irrlycht.de
http://www.myspace.com/irrlycht

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