Iron Lamb “The original sin” 5/6

Pulverised Records
Bewertung: 5/6 – > Mächtig!
Spielzeit: 32:55
Songs: 10

“The original sin” ist eine prall gefüllte Wundertüte! Bei (ex-)Mitgliedern von Bands wie General Surgery, Repugnant (Johan Wallin & Grga Lindström), Dismember (Drummer Thomas) oder Insision (Daniel Ekeroth) rechnet man eher mit einer typischen Schweden-Tod-Scheibe, vielleicht mit schmutzigem Crust-Schuss – aber weit gefehlt. Die vier Herren haben noch einen anderen gemeinsamen, musikalischen Nenner, der vom Dödsmetall ein Stück weit entfernt ist. Nach den ersten Takten von “Rotten wood” sehe ich förmlich vor mir, wie vorher lässig die Gitarre eingestöpselt und ein kräftiger Schluck aus der Bierpulle mit einem saftigen Rülpser quittiert wurde, danach Reste des Gerstensaftes über ein speckiges T-Shirt und siffig-zerrissene Jeans sabbern. Es wird kurz eingezählt und zack – der Pogo ist am Laufen! Rock’n’roll! Punkrock! Rotzrock! Kick ass! In your face! Vollblut-Krawall! Gepöbel & Radau! Die Schweden schießen zehnmal locker aus der Hüfte, so unaufgeregt und lässig, dass Stillsitzen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Mit eingängigen Singalongs versehen, Vocals die sich vom 08/15-Gemenge abheben und knackig-knarzenden One-Take-Attitüde sägen die Kerle als Motörploitedcoptersbabiesmonespistols-Hybrid auf der Überholspur ohne viel Federlesens an Heerscharen uninspirierter und blutleerer Möchtegernrockstars vorbei. Hier regiert pure Energie, musikalische Back-to-the-roots-Besinnung und Spass an der Freude. Kein billiges Geschrammeln, sondern ein amtlicher Arschtritt für Körper & Geist! Get it!

www.myspace.com/ironlambofficial

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