Implicit “Three Things Remain” 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 46:08
Songs: 12

Alternative Rock mit einem Schuß Post-Grunge und etwas Emo/Screamo ist angesagt. So wie es in Übersee derzeit recht angesagt ist. Kommen aber nicht von drüben, sondern aus Fellbach. Deutlich kommerziell ausgerichtet, haben die vier Schwaben auf ihrem Debütalbum eine ganze Palette voll radiotauglicher und hitverdächtiger Stücke zusammengeschustert. Ausbalancierte Rocker, gewisse Härtegrade nie überschreitend, aber auch nicht weichgespült. Ich bin erstaunt, wie professionell die Jungspunde (Durchschnittsalter 19 Jahre) das hier durchziehen. Das betrifft vor allem das Songwriting: mit der Alternative-Brille besehen, ist hier kein einziges schlechtes Lied drauf! Das einzige Manko, soweit ich das besehen kann, ist der Sänger. Mit seiner doch arg ausdruckslosen Stimme liegt er im Vergleich zu seinen Mitmusikern deutlich unter Niveau. Witzigerweise steht im Promo-Anschreiben was von „Vocal-Coaching bei Eva Leticia (bekannt aus der Serie „Popstars“)“. Ist doch immer wieder interessant, zu sehen, wie die Nachwuchsmetaller heutzutage die Karriere angehen. Na ja, wenn’s hilft…
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