Hemoragy „Headbang til death“ 3/6

Eigenproduktion
Bewertung: 3/6 -> akzeptabel
Spielzeit: 35:57
Songs: 10

Eine Warnung vorweg: „Headbang til death“ ist eigentlich nur für Fans interessant, die eh alles an Metal, was nach 1986 erschienen ist für neumodischen Kram halten. Die Franzosen Hemoragy sind dermaßen auf die Achtziger eingestellt, dass es fast wie eine Persiflage wirkt. Einfache, manchmal einfachste Arrangements, teils etwas holprig dargeboten schreien förmlich nach Kutten, Bier und verschwitzten Banger-Matten. Auf der anderen Seite muss ich aber auch anerkennen, dass die Franzmänner (pardon zwei Männer plus eine Franzdame) durchaus mit flotten Heavy Metal Melodien (z.B. „Headbang til death“) glänzen können und auch auf der Soli-Seite diverse Pluspunkte (z.B. „The hemo truck“) verbuchen können. Vom Sound kann ich das leider nicht behaupten: ein bisschen am Regler gedreht und speziell die Bass-Spuren fangen recht schnell mit Übersteuern an. Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich die Vocals, sowohl der französische Akzent bei den englischen Texten (speziell beim Titeltrack oder bei „Metallic biker“) als auch die Muttersprache selbst (nur ein Titel „Bourre et heureux“) laden zum Schmunzeln ein bzw. klingen zumndest ungewohnt. Nicht besser sind die komisch in Richtung Psychopath verzerrten Vocals bei „Dangerous hitch-hiking“. Abgerundet wird die zwiespältige Angelegenheit von einem prima Coverartwork, sowie ebenso passendem Backcover. Beides schreit förmlich nach Realisierung als LP.

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