Gaia Epicus „Satrap“ 5/6

Sound Riot Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 68:00
Songs: 0

Aua, den Norwegern sollte mal einer das Bandinfo redigieren, mit so was
würde ich mich nicht an die Öffentlichkeit wagen – nicht jeder hat einen solch
skurrilen Sinn für Humor wie ich. Manche würden vielleicht sogar das böse
Wort ≥Trendschwede„ aus der Schublade holen (zum Glück haben GAIA EPICUS
norwegische Pässe). Im Zeitraum von 91-95 hat die Combo in dieser
Reihenfolge Punk Rock, Thrash, Hard Rock und Melodic Metal gespielt. Jeweils
ein Demo fabriziert und dabei den Namen gewechselt. Das nenn ich mal
zielsicheres Arbeiten. Mittlerweile ist man bei ner Mischung aus alten
Helloween un Stratovarius angelangt, weil‚s davon ja noch nicht so viele
gibt, vor allem ohen Deal. Sound Riot hatte scheinbar noch keine Combo aus
der Richtung und damit könnte man die Story eigentlich zu den Akten legen.
Es gibt aber auch was bemerkenswertes über Gaia Epicus zu sagen: Die zwei
Gitarristen haben die Erfahrungen ihrer früheren Bands gut genutzt und haben
dem üblichen Gedüdel durch eine brachial geile, manchmal an uralte
Thrash/Speed Metal Bands erinnernde Rythmusklampfe ne eigene Note verpasst.
Wenn nur das penetrante Keyboard nicht so rumnerven würde, dann würde ich
sogar ne richtig hohe Wertung ziehen. Gute, unverbrauchte Ideeen und
handwerkliche Klasse sind überreich vorhanden. Und einen extra Punkt gibts
für die absolut kultige History: 6 verscheidene Namen und Stilrichtungen in
nichtmal 5 Jahren durchzuarbeiten-das schaffen die meisten Bands nicht in
ihrr Karriere und die Jungs haben das durchgezogen, bevor es überhaupt
losging, hehe. Fehlt eigentlich nur, dass sie sich nach der ersten Probe
aufgelöst hätten, um dann ne Reunion zu starten. (Es gibt Bands, die machen
das nach JEDER Probe !) Ausserdem: das ist die Härte – ein Auszug aus dem
Bandinfo: Gaia Epicus has every the charakteristics of a true Power Metal
band:.. at least one song about kings Is‚ das jetzt ernst gemeint
oder schon Selbstironie? Ich entscheide für zweiteres und gebe die
zweithöchste Note!
Kleine Anmerkung zum Artwork: Von Gamma Ray-Somewhere out in Space
geklaut-soweit so gut, aber ne Platte namens ≥Satrap„ mit ägyptischen
Motiven zu schmücken ist einfach die Faust aufs Auge. Satrap ist ein
altpersischer Provinzgouverneur gewesen. Die bärtigen Jungs geben auch n
gutes Motiv ab, da muss man nicht so ahistorsich rumstümpern.

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