Fozzy “Chasing the Grail” 6/6

Riot/ Soulfood
Bewertung: 6/6 -> Tipp!
Spielzeit: 65:09
Songs: 12

Die von Wrestling-Superstar Chris Jericho und Stuck Mojo-Klampfer Rich Ward als reines Spaßprojekt gestartete Truppe FOZZY hat sich über die Jahre zu einer ernst zu nehmenden und vor allem richtig guten Band entwickelt. Lebten die ersten beiden FOZZY-Scheiben in erster Linie von den mit viel Schmackes gezockten Coversongs, so zeigte das 2005 erschienene „All That Remains“, dass man auch ohne Fremdkompositionen bestehen kann. „Chasing The Grail“ bietet nun eine qualitative Steigerung, mit der ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte. Hatten einige Songs auf „All That Remains“ noch gut hörbare Schwachstellen, so ist es Jericho, Ward und Co. Dieses Mal gelungen, eine Scheibe aufzunehmen, die trotz ihrer beachtlichen Vielfältigkeit wie aus einem Guss klingt und bei der ein durchweg hohes Qualitätsniveau aufgefahren wird. Egal, ob supereingängig (der radiotaugliche Modern Rocker „Grail“), brutal (das mit Blast Beats und fiesen Killerriffs ausgestattete „Pray For Blood“) oder gar proggy (das vierzehnminütige, phasenweise an Threshold erinnernde „Wormwood“), FOZZY haben’s einfach drauf. Dabei wandelt die Band auf dem äußerst schmalen Grad zwischen traditionellem Stahl und modernem amerikanischem Hard Rock, ohne altbacken oder trendy zu klingen. Kurzum: Ich bin begeistert!! Jetzt muss Chris sich nur wieder `ne Matte wachsen lassen und die Welt ist gerettet…

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