Devilish Distance “Deathruction” 4/6

MDD
Bewertung: 4/6 – > Find ich gut!
Spielzeit: 34:20
Songs: 10

Kein Erbarmen, keine Kompromisse, keine Spielchen und gerade soviel Fuss vom Gas, wie die Stücke nötig haben! Wunderte ich mich eben noch über den ruhigen MDD-Release Obsidian Butterfly, so pulverisieren Devilish Distance jeglichen Gedanken über Wechsel in der Release-Philosophie. Ich kann mich zwar dran erinnern, bereits die ein oder andere CD russischer Death Metal-Kapellen gehört zu haben, aber nichts was nachhaltig in Erinnerung geblieben wäre und es fällt mir auch auf Anhieb keine Band ein, die es zu höheren Weihen in der Szene gebracht hätte.  Devilish Distance bringen zumindest die Voraussetzungen mit, konkurrenzfähiges Material abzuliefern. Martialisch in der Namensgebung ihrer Stücke (“In hate we trust”, “Legion christless”, “Apocalypse” oder “Panzerfaust”), gibt es auch musikalisch die grobkörnige Mischung. Bereits mit dem Intro “Marching forward”, das mich an den unheilverkündenden Beginn des Nile-Albums “Amongst the catacombs…” denken lässt, schüren die Russen eine entsprechende Erwartungshaltung. Mit schnörkellosem, geradlinigen Todesblei, dass ziemlich nahe an den westlichen, polnischen Nachbarn Vader dran ist, auch Nähe zu den Nossener Death Metal-Strolchen von Purgatory aufweist, an straighte, klinische Behemoth-Pasagen erinnert und in Punkto Kompromisslosigkeit Deicide zitiert, wird in ca. 35 Minuten eventueller Widerstand weich geklopft. Von der vorangegangenen Aufzählung sind wohl Vader die deutlichste Referenz, d.h. Fans der Polen können blind zuschlagen und werden schon das ein oder andere Mal einen Aha-Kenn-ich-Effekt verspüren. Zielgruppe generell sind Anhänger von wuchtigem, duschschlagskräftigen Death Metal, bei dem es jedoch auch immer Raum für auflockernde Parts oder punktuelle Soli (dann aber hemmungslos) gibt. Passt!

www.myspace.com/devilishdistance