Deafening Silence „Edge of Life“ 5/6

Brennus Reords
Bewertung: 5/6
Spielzeit: 49:06
Songs: 0

Deafening Silence haben mich gleich mal verwirrt. Der Name klingt nach halbärschigem Alternativmetal, oder blödem Gebolze, das Logo erinnert stark an die Techno-Thrash Bands der frühen 90er, späten 80er wie Toxic Shock, das Artwork ist ein karikatur-massig gezeichneter Clown, ganz in Brauntönen
gehalten. Das hat mich wiederum an die letzte Cancer-CD erinnert. (Mit Schrecken). Ich hab allerdings einen Vorteil gegenüber den Leuten, die im Laden nach Neuerscheinungen suchen, ich hab n Bandinfo, und da stand groß HEAVY METAL drauf. Und es kam aus dem Stall des französischen Qualitätslabels Brennus. Also, könnte doch was dran sein, dachte ich mir und rein in den Player. Schon geht der Spaß los, die 5 Franzmänner sind das Baguette durch das angeblich stählerne Herz von Hammerfall! Einen großen musikalischen Unterscheid will ich da jetzt nicht hineininterpretieren, das
ist doch recht nah beieinander, aber im Gegensatz zu vielen, extrem platten Kopien schlagen Deafening Silence mittlerweile das Original. Zwar haben Hammerfall abgebaut, aber trotzdem ist unseren EU-Nachbarn ein echtes Schmuckstück gelungen, der Sänger klingt wie eine Mischung aus Cans und Koltipelto-ein echtes Talent! Wenn man auf einen eigenständigen Sound
insistiert, sollte man besser die Finger weglassen, was auf der CD nicht nach Hammerfall klingt, das erinnert an Stratovarius mit etwas mehr Bumms dahinter. Was aber in meinen Augen beiden Bands seit einigen Jahren nicht mehr gelungen ist, nämlich ein Album auf gleichmäßig hohem Niveau mit guten
Songs abzuliefern, schaffen die Frenchies scheinbar spielend. Als Anspieltipps würde ich den letzten Track der CD, das epische „Reborn in the night“ empfehlen, wenn das ein Ausblick auf die Zukunft des Quintetts ist, dann bin ich schon sehr gespannt auf die nächste Veröffentlichung.

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