Cryptopsy “And Then You’ll Beg” 6/6

Century Media
Bewertung: 6/6
Spielzeit:
Songs: 0

Dieses Album ist der absolute Wahnsinn. Die Kanadier schlugen ja bereits mit der letzten Scheibe den Weg in die extreme, experimentellere Death Metal Richtung ein, was wir aber hier zu hören bekommen, dürfte eine weitere Steigerung in Sachen Intensität bedeuten. ‘And Then You’ll Beg’ bietet alles andere als leichte Kost, die Tracks sind enorm vertrakt und die einzelnen Riffs in alle Richtungen miteinander verzweigt und die Musik erreicht ein Höchstmaß an Technik. Trotzdem sind die Stücke nicht unzugänglich, denn hat man sich erst einmal in das anspruchsvolle Material hineingehört, stellt man aufeinmal fest, wieviel Struktur die Jungs im Grunde genommen in die Songs gepackt haben und durchaus ein sehr wohldurchdachtest System dahinter steckt. Zudem werden diesmal auch die unterschiedlichsten Einflüsse richtig deutlich, denn Cryptopsy versuchen gar nicht erst zu vertuschen, dass sie auch mal einen Abstecher zum Jazz oder noch exotischeren Gefilden unternehmen. Einigen Leuten wird es auch diesmal nicht gefallen, dass Mike weiterhin das Mikrozepter schwingt, sehen sie seinen Gesang doch als zu sehr Hardcorebeeinflusst an, was ich ehrlich gesagt nicht völlig nachvollziehen kann. Zwar ist Mike alles andere als der typische Death Metal Shouter, doch muß man vor seiner Gesangsleistung wirklich den Hut ziehen, er passt prima in das Gesamtkonzept Cryptopsy’s hinein. Aber ich wiederhole mich schon wieder, denn diese wichtigen Aspekte wurden bereits in dem Interview ausführlich besprochen. Ich möchte hier nur noch einmal betonen, dass auf dieser CD ein Killersong den nächsten jagt und jeder Track dabei seinen speziellen Reiz hat, wobei einem bei Stücken wie ‘We Bleed’ oder dem Opener ‘And Then It Passes’ zwangsläufig Assoziationen zu Vader aufkommen. Ganz abgedreht wird es in dem letzten Stück ‘Screams Go Unheard’ und mit ‘Back To The Worms’ hat man außerdem noch einen richtig alten Track der Ur-Cryptopsy am Start. Das Album trägt seinen Titel zu Recht, denn nach dieser mörderischen Leistung wird jeder Cryptopsy Fan vor seinen Göttern auf die Knie fallen und nach ‘mehr’ betteln. Cryptopsy sind meiner Meinung nach eine der fähigsten und kreativsten Bands innerhalb der extremen Death Metal Szene, die ihre eigene Identität gefunden hat und diese auch in all ihren Facetten auslebt. Respekt!
www.cryptopsy.net

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