Pin-Up Went Down “2 Unlimited”

Ascendance Records/ Plastic Head Distribution
Bewertung: Ohne Wertung
Spielzeit: 42:18
Songs: 13

Soll ich euch verraten, was mein erster Gedanke beim Anhören von „2 Unlimited” war? KLAPSMÜHLENALARM!!! Stellt euch vor, zu einem Musik-Workshop in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik hätten sich Primus und Atrocity eingefunden, um abwechselnd ein Teenie-Pop-Girlie, eine Jazz-Chanteuse und eine Gothic-Operetten-Tusnelda zu schänden. Das Ergebnis könnte unter Umständen so ähnlich klingen wie das, was man hier zu hören bekommt. Hinter Pin-Up Went Down steckt ein ehemaliges Carnival-In-Coal-Mitglied, womit die Vorliebe für synapsenverknotende Crossoverei wohl hinreichend erklärt sein dürfte. Der rote Faden dieser Platte erschließt sich einem erst nach drei bis vier Durchläufen und der Weg dahin ist nicht unbedingt einfach. Pin-Up Went Down liefern zwar `nen Haufen guter, poppiger Hooks, verbauen diese aber auf so anstrengende Weise, dass man etwas Zeit braucht, um mit den Songs zurecht zu kommen. Hat man aber erst einmal durchgeblickt, entpuppt sich der vermeintliche Irrsinn als recht oberflächlich. Einige der tanzbaren Nummern könnte man sogar in den Gruftie-Tanzschuppen der Republik spielen. Ist also alles gar nicht so crazy, wie es zunächst ausschaut. Ich weiß jetzt nicht so genau, wem ich dieses Teil empfehlen soll, deshalb halte ich einfach mal fest, dass die musikalische Leistung top ist und die Scheibe mehr als anständig produziert tönt.