Lengsel “Solace” 5/6

Black Sun Records
Bewertung: 5/6
Spielzeit:
Songs: 8

Langsel sind noch jung und ungebändigt. Aus ihrer Musik entströmt die kalte Magie des Black Metals. Die Songstrukturen sind verwirrend und vielschichtig, haben keinen Anfang, kein Ende, gleiten ins Nichts, in die Ewigkeit. ‘Normale’ Arrangements gibt es hier nicht. Alles fließt. Klirrende, genretypische Gitarrenläufe wechseln sich ab mit progressiven Einsprengseln und akustischen Zwischenspielen. Der Gesang ist einmal wild und fauchend, ein anderes Mal klar und ulverlike, obwohl man, aus verständlichen Gründen, noch nicht an jene Götterband heranreichen kann. Langsel sind auf der Suche nach ihrem Stil, nach ihrer Nische und das ist gut so, denn weshalb sollten sie sich jetzt schon festlegen? Diese innere Unsicherheit, vielleicht auch Zerbrechlichkeit, macht den eigentlichen Reiz von ‘Solace’, dem Debütalbum dieser äußerst talentierten Norweger, aus. Wer sich unter einer Mischung aus Satyricon, älteren Ulver und Fleurety etwas vorstellen kann, sollte ‘Langsel’ unbedingt antesten. Wenn diese drei Musiker konsequent ihre musikalischen Visionen weiter verfolgen, dann sollte ihrem Erfolg nichts im Wege stehen. Großartig!
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