Izegrim “Code of consequences” 5/6

Listenable Records
Bewertung: 5/6 – > Mächtig!
Spielzeit: 43:35
Songs: 10

Hölle! Wieso hat uns niemand gesagt, dass Mille und Angela Gossow anscheinend heimlich eine gemeinsame, aufsässige, chronisch fies bellende Tochter haben, deren DNA nicht zu verleugnen ist und die wiederum ein paar Kumpels hat, die ein mörderisches (Thrash)-Feuerwerk abbrennen?! Das widerlich in Eurer Fresse explodierende Furunkel heißt dann Izegrim und spuckt mit “Code of sonsequences” zehn Riff-Granaten aus, die mich die berechtigte Frage stellen lassen: wieso redet immer alles nur von Legion of the Damned, wenn es um konkurrenzfähige Exportware aus der Metal-Manufaktur Holland geht? Izegrim schmieden den Stahl noch nicht ganz so hochwertig wie ihre Landsleute, aber können Dank “Code of consequences” selbstbewusst große Töne spucken. Energisch bearbeiten sie ihre Instrumente, giftig belfert und geifert Marloes – das Ergebnis ist durchschlagender Thrash/Death, von dem mir schnelle und heftige Detonationen wie “Victim of honor”, “My secret society” oder “Center of momentum” am besten reinlaufen. Aber auch langsamere, eher im Midtempo angesiedelte Tracks haben Dank messerscharfen Riffings oder stampfender Rhythmik (“Fade into obscurity”) nicht von der Hand zu weisenden Hook-Faktor. Und wenn das Tempo noch weiter verschleppt wird, wie z.B. in “Final farewell” hält Marloes mit ihrem durchdringenden Organ den Hörer nachhaltig bei der Stange. Auch die wenigen, offensichtlich melodischen Momente (z.B. in “Victim of honor”) fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Das Niveau der CD ist in der ersten Hälfte deutlich höher als im zweiten Teil, die Klasse der oben erwähnten Stücke reicht aber bereits aus, um die den leichten Abfall zum Ende hin zu kompensieren und “Code of consequences” beharrlich in Erinnerung zu behalten.

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