InfiNight – Apex Predator 4/6

538970Metal Promotions

Bewertung: 4/6 -> Find ich gut!

Songs: 11

Spielzeit: 60:55

 

InfiNight lassen mit „Apex Predator“ ihr drittes Studioalbum auf die Menschheit los und legen damit den Beweis vor, dass sie nicht zu den Bands zählen, die sich stets selbst wiederholen. Während die Vorgängeralben noch roh und dunkler und teilweise rockiger daherkommen, liefert „Apex Predator“ abwechslungsreiche und vielschichtige Power-Metal-Songs. Das Songspektrum reicht von fast schon tanzbaren Songs wie z.B. „Creator Created“, die gleichzeitig zum fröhlichen Mitgröhlen verlocken über klassische Headbanger-Songs bis hin zu netten Schunkel-Balladen wie „As Time Goes By“.

Schaut man sich auf der Homepage und Facebook-Seite der Combo aus Saarbrücken um, so kann man dort nachlesen, dass insbesondere Nevermore als Einflussband für InfiNight gelten. Wer sich nun als eingefleischter Nevermore-Fan aufgeregt die Hände reibt, in der Hoffnung hier eine würdige Nachfolgeband kennenzulernen, der muss sofort in seiner Euphorie gebremst werden. Nevermore-Einflüsse scheinen nur in einzelnen Songs durch wie in „Electrolita“ (na – wer bedient sich denn hier aus dem Song „My Acid Words“…) und „Beyond The Apex“. Allerdings muss man klar festhalten, dass InfiNight der Ausnahmeband aus Seattle nicht im Geringsten das Wasser reichen können und sicher auch nicht diesen Anspruch verfolgen.

Sänger Martin Klein trägt das Album mit seinem facettenreichen Gesang und scheint sich an den Gesangslinien der Stimm-Urgewalt Warrel Dane von Nevermore zu orientieren, kann aber mit dem beeindruckenden Stimmvolumen nicht mithalten. Und Jeff Loomis hätte für die simpel gestrickten Gitarrenparts mit ihren sägend-nasalen Klängen sicher nur ein müdes Lächeln übrig. Hier können InfiNight noch kräftig aufholen. In den Songs „Everdown“ und „Electrolita“ zeigen sich Ansätze für gute Gitarrenarbeit, die unbedingt ausgebaut werden sollten. Ja – und wenn man dann noch die Finger von diesem sägenden Gitarren-Klang lässt, würden InfiNight einen weiteren großen Schritt vorankommen. Schauen wir mal, wie sich die Band bis zur nächsten Scheibe weiterentwickelt. „Apex Predator“ ist auf jeden Fall ein gutes Album und Freunde des Power Metal können und sollten hier definitiv reinhören.

 
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