In Cold Eternity “Dagon’s Call” 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 36:58
Songs: 7

Bereits im Jahre 2002 gegründet biegen die NRW-Metaller nun mit ihrem 2ten Demo “Dagon’s Call” um die Ecke. Was in all der Zeit dazwischen passiert ist, vermag von außen niemand zu sagen, es hat sich jedoch im Positiven auf die Band ausgewirkt, die uns einen formidablen Death-Black-Brocken vor die Füße knallen.
Die Grenzen zwischen beiden Genres verschmelzen zu einer harmonierenden Einheit, die mal in die eine, mal in die andere Richtung ausbricht. Harschen Schweden-Riffs stehen einer kühlen, aber immer atmosphärischen Produktion gegenüber, die von dem Gekeife von Sascha Schiemann quasi endveredelt wird. Die abwechslungsreichen Songs könnten ausnahmslos von größeren Brüder aus Stockholm stammen, auch wenn sie sich fern ab einer reinen Kopie bewegen. Immer wieder scheint der Name „Naglfar“ als geister Übervater durch. Die Songs wissen sowohl durch schnelle Blast-Passagen zu überzeugen, grooven sich mitunter aber auch im Mid-Tempo ein und die Melodie kommt ebenfalls nicht zu kurz (hört euch einfach nur „Riding The Wind With Ithaqua“ an!). In der Summe kommt so die Abwechslung nicht zu kurz, die CD weiß durch seine Vielseitigkeit voll zu überzeugen. Die Produktion geht für eine Produktion komplett in Ordnung, nur sollten beim nächsten Output die Drums nicht so schwammig abgemischt werden, damit das wirklich gute Schlagzeugspiel seine volle Wirkung entfalten kann.
Wer auf schwedischen Death-/ Black-Metal steht kann bei „Dagon’s Call“ eigentlich rein gar nix falsch machen. Hoffentlich kommen die Jungs bald mit einem vollwertigen Album um die Ecke gebogen!
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