Harkonin „Detest“ 3/6

Battlegod Productions
Bewertung: 3/6 – > Akzeptabel
Spielzeit: 64:38
Songs: 10 

Battlegod Productions aus Down Under haben bisher eine bunte Mischung auf ihrem Rooster. Das gilt sowohl für die musikalische Bandbreite, die von traditionellen (Temtris) und Power Metal (Cryogenic) über Death (Arhont) bis hin zu Black Metal (Buio Omega, Baltak, Mortifier) reicht, als auch für die Herkunft der diversen Bands (Deutschland, Italien, Mazedonien, England, Norwegen und natürlich Australien). Harkonin sind die erste US-Band, die Labelchef Gorgoroth unter seine Fittiche nimmt. Bei dem Quintett eine klare Stil-Zuordnung zu finden ist schwierig. Verwurschtelt werden auf jeden Fall schwarzmetallische Einflüssen, Todesblei-Riffing, sowie thrashige Parts. Die Mischung ist bei „Detest“ weniger das Problem, eher stehen sich Harkonin damit im Wege, dass sie eine sowieso schon ausladende Spielzeit von über eine Stunde mit viel Ware von der Stange vollpacken und die guten Dinge, die aufhorchen lassen da vergleichsweise seltener sind bzw. fast untergehen. Einmal zu nennen ist „Exhauster of souls“, von dem man sich mit flottem Thrash/Black bei den Hörner gepackt fühlt. Ebenfalls phasenweise ansprechend ist „Black storm jackals“, dass Morbid Angel-artiges Riffing aufblitzen lässt, davon abgesehen mit 10 Minuten nach gutem Anfang aber deutlich zu lang geraten ist. Noch ein weiterer positiv auffallender Track ist „The sleeper has awaken“, mit griffig arrangiertem Death/Black. Daneben regiert viel Mittelmaß, zu dem beginnt „Detest“ auch mit recht schwachen Songs („Into oblivion“ ist mit seiner holprigen Rhythmik sogar ein denkbar ungünstiger Opener), so dass unterm Strich nicht mehr als purer Durschnitt zu attestieren ist.

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