Harasai „The i-conception“ 5/6

Firefield Records
Bewertung: 5/6 -> mächtig
Spielzeit: 44:48
Songs: 10

Eine absolut positive Überraschung ist die erste vollständige CD der Essener Harasai. Hier passt die Schubladen-Bezeichnung ‘Melodic Death Metal’ perfekt und ist kein Schimpfwort. Keine Keyboards verwässern die 10 Tracks und Melodie steht hier nicht für pseudo-futuristische Science-Fiction-Atmosphären-Spielereien. Die Jungs setzten echt da an, wo In Flames seiner Zeit nach ihrem Debüt „Lunar strain“ oder der genialen „Subterranean“-MCD angefangen haben ihren Weg zu gehen. Auch die beiden frühen Night in Gales Alben „Towards the twilight“ und „Thunderbeast“ fallen mit beim Hören von Harasai erfreut wieder ein. Witzigerweise gibt auch der ehemalige Night in Gales-Fronter Björn vocal-technisch bei „A constant disbelief“ ein kurzes Gastspiel. Wenn es noch mehr Referenzen sein sollen, wären Dark Tranquillity oder At the Gates die nächsten Kandidaten. Harasai klingen sehr erfrischend und vor allem glaubhaft so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Straighte Death Metal-Parts reihen sich an mitreißende Melodien oder kurze filigrane Tupfer. Dabei klingt „The i-conception“ nie wie Stückwerk, sondern jeder Zeit stimmig. Abgerundet wird das Album von einem fetten Swanö-Mix&Mastering. Liebhaber der frühen skandinavischen Melodien-Schule müssen hier reinhören. Anspieltipps “Silent murder” und “Hour of the dead eyes”.

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