Drowning In Phemaldehyde Interview

Drowning In PhemaldehydeDie Band Guttural Engorgement (R.I.P) hatte unter den Prügelgoremets just ihren Platz im Pantheon der Prügelbarden eingenommen, als sie auf dem Zenit ihres Erfolges einfach verschwand. 2008 meldete sich nun Bandkopf Mark Rawls (Vocals/ Drums, Ex-Kretan, Ex-Sikfuk, Ex- Guttural Engorgement) mit Drowning In Phemaldehyde zurück. Grund genug ihn mit Fragen über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges zu belästigen.

Lass uns mit einem obligatorischen Blick auf die Bandgeschichte anfangen. Das ist vielleicht etwas langweilig für dich, aber vermutlich gibt es noch einige Fans, die den Zusammenhang zwischen Guttural Engorgement und Drowning In Phemaldehyde nicht kennen. 2007 veröffentlichte Guttural Engorgement “The Slow Decay of Infested Flesh” (auf Inherited Suffering Records/ Amputated Vein Records). Es sah aus, als stünde der Band eine vielversprechende Zukunft, bevor und das Album schien von den Fans gut aufgenommen worden zu sein, doch dann löste die Band plötzlich auf. Was waren die Gründe aufzuhören? Mark: Es fing gut an aber die Mischung zwischen den Labeln und meiner sturen Art passte nicht. Ich habe es nicht länger ertragen und habe die Band aufgelöst.
Einige der Jungs (Brian: Gitarre, Tim: Drums) fingen (zeitweise?) an bei Hematuria zu spielen und Du hast 2007 Drowning in Phemaldehyde gegründet. Kannst Du uns erzählen wie es mit DIP losging?

Mark: Ich weiß nicht was mit den Anderen ist, ich habe ihre Aktivitäten nicht verfolgt. Ich habe mich nur auf DIP konzentriert. DIP wurde aus der Taufe gehoben, als ich auf eine Nachricht betreffend des Neuanfangs von GE von den Anderen gewartet habe.

Wenn Du stilistisch Guttural Engorgement mit Drowning In Phemaldehyde vergleichst, sind natürlich beide brutal, aber würdest Du mir zustimmen, dass Letztgenannte direkter, roher und slammiger klingen als Erstgenannte?
Mark: Du hast Recht, ich finde, dass Sebs Riffs viel direkter zur Sache gehen, insgesamt ist die CD so geworden, wie wir es wollten.

Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber was hat Dich dazu inspiriert Dir einen Namen wie Drowning In Phemaldehyde auszudenken, war es ein Buch, ein Film oder vielleicht ein Spiel?
Mark: Der Name entstand nach einem Song, den ich über das in einer ranzigen, vaginalen Lösung Ertränkt werden geschrieben habe. Ich fand es krank und blieb dabei.
(A.d.V.: Feuchtgebietlerin Charlotte Roche hätte vermutlich ihre helle Freude hieran.)

Was war der erste Song den Du für DIP geschrieben hast?
Mark: Ich kann mich nicht genau erinnern, aber ich denke, es war der selbstbetitelte Track.

War DIP der Grund als Gitarist von Kretan und Mitglied von Sikfuk aufzuhören oder hatte der Grund nichts mit DIP zu tun? Und wie schafft es Sebastien (Gitarre/ Bass) in Darkall Slaves, Amputated Repugnance und DIP zu spielen, 24/7 ?
Mark: Ich bin der Gründer Kretans und Co-Gründer von Sikfuk, zu jener Zeit war es schwer engagierte Leute zu finden, also habe ich weitergemacht, immer bestrebt meine Musik zu verbessern. Seb ist eine Ein-Mann-Maschine, er brütet den kranksten Scheiß ganz allein aus, es ist unglaublich. Ich bin nicht sicher, wie er mit dem Druck von drei Bands umgeht, aber er macht es großartig!

Mark, Du kommst aus Charleston, South Carolina. Wenn ein Metalhead deine Stadt besucht, er will Suff und gute Musik zum Headbangen, was ist da der beste Laden in deiner Heimatstadt?
Mark: Ich bin seit einer Weile aus der Szene hier raus, so dass ich keine Veranstaltungsorte parat habe.

Lass uns über aktuelle Veröffentlichungen sprechen. Euer Debüt “Blistering Corpse Abortion” sollte eigentlich auf Dan’s Crypt Records veröffentlicht werden, aber nun wurde es als CDR-Format via Sick Visions veröffentlicht, was ist passiert?
Mark: Dan wirkte insgesamt mit der Aufnahme unzufrieden, also nahm ich es selbst in die Hand und veröffentlichte es selbst.

In einem Interview mit dem Ingurgitated Decapitation Webzine erwähntest Du, dass die Backgroundvocals auf “Blistering Corpse Abortion” von euren (nun ehemaligen) Labelmates Carnivore Diprosopus beigesteuert werden sollten, stimmt das?
Mark: Nee Ich habe den Kontakt zu ihnen verloren, also gab es keine Guestvocals auf dem Material.

Zeitgleich mit “Blistering Corpse Abortion” wurde deine MCDR “The Slow Decay”
veröffentlicht. Hier spielst Du alle Instrumente allein, also wurden die Songs vermutlich aufgenommen bevor Sebastien Mitglied von DIP wurde, bitte erzählen uns von deiner Erfahrung als Ein-Mann-Band.

Mark: Ja, ich habe alles alleine aufgenommen. Es war eine Herausforderung aber es führte zu DIP, also bin ich zufrieden zwei Veröffentlichung hintereinander weg gemacht zu haben, das ist alles was ich mir je erträumt habe.

Bei “The Slow Decay” handelt es sich um Songs deiner vorherigen Band Guttural Engorgement, was war für dich die Motivation die Songs noch einmal neu aufzunehmen?
Mark: Das sind einige meiner Lieblingstracks von GE, ich habe es nur für mich selbst getan um zu beweisen, dass ich alles alleine machen kann, wenn es notwendig ist.
(A.d.V.: Diesem „Do it yourself“ Geiste folgend hat Mark auf “Blistering Corpse Abortion“ auch die Covergestaltung selbst in die Hand genommen.)

Sind für die Zukunft irgendwelche live Auftritte geplant und planst Du ein komplettes Line-up zu haben oder wirst Du dich auf Session- Musiker verlassen, wenn DIP live spielen sollten?
Mark: Gegenwärtig bin ich glücklich mit dem Status von DIP und ich plane auch keine Auftritte für die Band.
Was sagst Du Leuten, die nicht kapieren und darüber lamentieren, dass die Slam- Parts langweilig sind und sich darüber beschweren, dass sie deinen Gesang nicht verstehen?

Mark: Ich höre das schon seit 10 Jahren und es hat mich noch nie von meiner Vorliebe für Slam abgehalten. Deshalb sage ich allen: KEEP SLAMMING!

Welche Bands hörst Du selbst momentan, irgendwelche Empfehlungen?
Mark: Darkall Slaves, Abominable Putridity

Wir sind am Ende. Danke, dass Du Dir Zeit für das Interview genommen hast. Möchtest Du noch etwas eueren Fans mitteilen?
Mark: Ich danke allen sehr für die große Unterstützung meiner Musik. Ich verdanke alles euch Jungs und Mädels. Viele Grüße von DIP!