Asphyx “Deathhammer” 6/6

Century Media
Bewertung: 6/6 – > Tipp!
Spielzeit: 47:18
Songs: 10

Manche können es einfach! Die holländischen Death Metal-Krieger gehören nicht nur in diese Kategorie, sie tummeln sich auch in der Spitzengruppe und können es sich erlauben, ihren neuesten Streich selbstbewusst “Deathhammer” zu nennen. Seit drei Jahrzehnten, ist mit simplen wie effektiven Komponenten (fast) jedes Album ein Garant für verbrannte Erde. Viel braucht es dafür nicht: Schädelspalter-Riffing, für das Legionen anderer Death Metal-Komandos töten würden. Dazu gesellen sich massive Drum-Artillerie, die bekannt abartigen Vokills von Altmeister van Drunen und zuletzt die nervenzerfetzende Eigenschaft, direkte, zwofuffzig kurze Granaten a la “Deathhammer” oder “Of days when blades turned blunt” und schleppende, an langsame Folter grenzende Monolithen wie “Minefield” und “Der Landser” (auf der Bonus-CD einer 2CD-Edition von “Deathhammer” auch in deutscher Version) in trauter Eintracht aneinanderzureihen. Auch wenn die letzten beiden Songtitel vermuten lassen, dass sich Asphyx analog van Drunen’s anderer Band Hail of Bullets Stories vor kriegerischem Background widmen, so ist dies nur ein Teil der lyrischen Welt der Holländer. “Reign of the brute” malt düstere Visionen der Zukunft unseres Planetens, was angesichts diverser Naturkatastrophen und Fukushima auch nicht so unrealistisch ist. “Deathhammer” ist der – nomen est omen – Rundumschlag gegen moderne, trendy ‘Death Metal-Bands’ und “Vespa crabro” beschäftigt sich mit Hornissen. So vielfältig sich Asphyx auf dieser Seite austoben, so wenig Experimente müssen Fans an der musikalischen Front befürchten. Asphyx sind Asphyx und bleiben Asphyx! Der Swäno-Mix sorgt für amtlichen Durchschlag. Nur das Hermann-Coverartwork finde ich dieses Mal nicht so gelungen. Das sollte jedoch Jammern auf hohem Niveau sein.

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