Treasure Hunt: Sheogorath

sheogorathTreasure Hunt: Unser Steckbrief-Interview. Dieses Mal zum Podcast #34 mit SHEOGORATH aus Wien.

Stil: Extreme Metal

Bandgeschichte:

SHEOGORATH wurde als Soloprojekt von Matej (Gitarren, Schlagzeugprogrammierung) gegen Ende 2013 ins Leben gerufen. Patrick (Gesang, Texte) stieß relativ bald hinzu um SHEOGORATH zu vervollständigen. Beide verbindet eine langjährige Freundschaft neben dem Wissen, dass man sich auf den anderen verlassen kann und ebenfalls vorangehende musikalische Projekte.

Diskographie:

Demo „Far Beyond the Winter Realm“ (2014), EP „Frostbitten“ (2016), erste LP „Blackthology“ (2017)

Websites: www.sheogorath.at, Youtube unter: metal sheogorath

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen und welche Bedeutung hat er?

Da wir beide sehr gerne unterschiedliche Videospiele spielen und uns in Fantasywelten hineinversetzen haben wir uns für SHEOGORATH aus der Videospielserie Elder Scrolls entschieden. Sheogorath ist nicht nur der Daedrische Fürst des Wahnsinns und Irrsinns, sondern verkörpert ebenfalls Momente der Überraschung und Diversität. Letzte Genannte widerspiegeln sich in unserem Stil des Extreme Metals.

Was macht eure Musik einzigartig?

Wie oben bereits erwähnt fließen bei uns sehr viele unterschiedliche Stile des Metals ein und wir versuchen es trotz dieser Vielfalt nicht überladen oder künstlich heraufbeschworen wirken zu lassen, eben Stücke mit eigenem Charakter. Wir haben uns stilistisch nicht komplett an Videospiele orientiert aber Gamer werden schon ein einige Referenzen entdecken, wie z.B. bei „The Fable of Skyrim“ eine Zwischenstrophe in Dovahzul.

Bitte ein paar Infos zum aktuellen Tonträger:

Blackthology ist unser erstes Full-Length-Album mit 11 Songs und einer Spielzeit von knapp über 45 Minuten. Es ist auf allen gängigen digitalen Medien verfügbar und mit 100 Hardcopies direkt bei uns erhältlich. Aufgenommen haben wir bei Norbert Leitner in Wien, der jahrelange Erfahrung mit Metalproduktionen hat. Wir haben uns bei dieser Kooperation einfach wohl gefühlt und haben seine Expertise und Kaffee zu schätzen gewusst.

Wovon lasst ihr euch inspirieren?

Um es kurz zusammenzufassen eigentlich von allem. Wir hören gerne unterschiedlichste Musik, eben nicht nur Metal, von Büchern und Fantasywelten allgemein. Des Weiteren interessieren uns Nordlandschaften, da diese kalte und zum Teil karge und dennoch wunderschöne Natur einen gewissen Reiz ausübt.

Wie entsteht ein neuer Song bei euch?

So salopp es auch klingen mag, entweder ist er einfach da oder nicht. Die Basis eines gesamten Songs ist bei uns in etwa 5 bis 10 Minuten da. Danach kommt der langwierigere Feinschliff des Songs, wobei wir aufpassen, dass die initiale Grundidee und das Gefühl dahinter nicht verloren gehen. Wir kümmern uns dann eben um die Richtigstellung von Takten und Übergängen und etwaige Umordnung von Teilen, die als Strophe, Refrain oder einfach Zwischenteil geplant sind, Melodien und Soli. Der Song hat in der initialen Phase bereits auch einen Namen, der diesen am besten wiedergibt, diesen ineinander griffig und konsistent machen soll. Danach überlegt man sich die Rhythmik des Gesangs und die Lyrics, die das Thema des Songs am besten präsentieren. Mit der Zeit haben wir uns angewöhnt alles detailliert niederzuschreiben.

Wovon handeln eure Texte? Gibt es ein Konzept?

Die sind sehr unterschiedlich und meist auf die Stimmung des Songs angepasst. Die Hauptthemen sind inspiriert von HP Lovecraft Horrothemen und dem leeren düsteren Universum, sowie Dark Fantasy, dem Elder Scrolls Universum und den beißenden Kälten nördlicher Landschaften. Für die Interessierten sind alle unsere Texte auf unserer Homepage aufrufbar.

Mit wem würdet ihr gern auf Tour gehen?

Da wir beide Vollzeit erwerbstätig sind und zusätzlich Ausbildungen absolvieren wären Touren für uns wohl nicht realistisch. Um dennoch ein paar Namen zu nennen würden wir wohl gern mit Wintersun, Kalmah, COB, Nothgard und Satyricon auf Tour gehen. Die Bands selbst wären für uns jedoch nicht so wichtig. Wichtiger wäre für uns, dass wir uns mit den Leuten der jeweiligen Bands auch persönlich gut verstehen. Das wäre für uns einfach wichtiger.

Eure beste/witzigste/seltsamste Bandstory.

Kurz nachdem „Blackthology“ verfügbar gemacht wurde, sahen wir ein Video von vermutlich einem Russen auf Youtube, der zu unseren Songs uns eben vorgestellt hat. Das war für uns so ein positiver WTF-Moment und wir mussten beide dabei sehr schmunzeln. Auch, dass eben kurz nach Veröffentlichung, „Blackthology“ auf Torrentseiten verfügbar war und unser Erstlingswerk auch kommentiert wurde. Das war für uns quasi die erste Bestätigung, dass „Blackthology“ tatsächlich von Anfang bis Ende realisiert wurde.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Wir arbeiten bereits an unserem zweiten Full-Length-Album „The Feeble and the Worthless“. Wir hätten diesmal wirklich gerne echte und nicht programmierte Drums. Es ist schlichtweg ein finanzieller Aspekt, dass wir bis jetzt kein eingespieltes Schlagzeug haben und zusätzlich noch keinen passenden Schlagzeuger gefunden haben. Außerdem würden wir gern den alleinigen Status eines Studioprojektes verlassen und live spielen, sowie ein zweites Musikvideo in Angriff nehmen.

Last words

Da uns diese gemeinsame Leidenschaft der Metalmusik verbindet und wir unser Bestes geben, würden wir uns sehr freuen einen Meinungsaustausch zu unserer Idee des Extreme Metals auf unterschiedlichste Art und Weise zu erhalten. Man entwickelt sich musikalisch besser weiter, wenn man objektiv mit einer Prise persönlichem Empfinden auch aus externen Kreisen zu hören bekommt „dieses finde ich gut, dieses finde ich nicht gut“ etc.
Falls jemand ein Schlagzeuger ist oder einen Schlagzeuger kennt, dem unser Stil zusagt und uns bei der Realisierung unserer Ziele helfen möchte, wäre es sehr cool in Kontakt zu treten.

Auf jeden Fall vielen herzlichen Dank für dieses Interview bei euch und dass wir uns kurz vorstellen durften!

 www.sheogorath.at
Sheogorath auf dem Eternity Podcast

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