Pretrash „Psychopath“ 4/6

Eigenproduktion
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 58:30
Songs: 10

Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, dass „Psychopath“ und ich keine dicken Freunde werden, denn objektiv betrachtet bringt der Ruhrpott-Fünfer jede Menge Argumente mit, um den old-schoolig veranlagten Thrasher auf seine Seite zu ziehen. Old-Schoolig heißt hier mal nicht Retro in Richtung alte, deutsche Kapellen – was an Hand der Herkunft ja nahe läge – nein, die Blickrichtung geht ganz klar gen Bay Area. Pretrash gefallen mir dabei am Besten, wenn das Gaspedal stärkeren Druck bekommt und die Jungs ordentlich lostackern. Ich lasse mir auch die eine oder andere fett stampfende Passage gefallen, aber da geht meine Zwiespältigkeit schon los – denn auf Dauer (bei knapp einer Stunde Spielzeit) stellen sich bei mir gewisse Ermüdungserscheinungen ein, obwohl sich die Band motiviert zeigt (dies auch transportiert), „Psychopath“ so abwechslungsreich und überzeugend wie möglich zu gestalten. Ein Punkt, der kein Bauchgefühl ist, sondern den ich klar benennen kann, sind die Vocals: Adnan’s Stil, der oftmals in Richtung screamy geht und so an Flotsam & Jetsam (übrigens nur eine der Bay Area-Heroen, die man mit mal mehr, mal mit weniger Phantasie heraus hört) erinnert, ist einfach über längere Zeit nicht mein Ding. Mir hätte am Ende wahrscheinlich eine MCD mit den stärksten Tracks von „Psychopath“ ausgereicht. Produziert ist die CD ziemlich dick und lässt keine Meckereien zu. Anspieltipps meinerseits „Fight terror“, „Chamber inside my head“ und „Marching below zero“. Objektiv vier Punkte – subjektiv etwas weniger.

www.pretrash.de

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