Display of Decay – Outbreak of Infection 5/6

display-of-decay-coverIndependant

Bewertung: 5/6 -> Mächtig

Songs: 5

Spieldauer 18:37

Wo bei Display of Decay der Hammer hängt, wird bereits nach 20 Sekunden klar: bei den alten Death Metal-Kapellen mit ordentlichem Doom-Einschlag à la Dying Fetus, Benediction oder Bolt Thrower. „Outbreak of Infection“ ist die dritte EP der Kanadier, die seit 2007 ihr Unwesen treiben und schließt nach vier Eigenkompositionen mit dem durchaus gelungenen KISS-Cover „Black Diamond“ ab.

Die abwechslungsreichen Songs sind insbesondere im Midtempo stark: tonnenschwere, brechende und chromatische Riffs, blitzsaubere Leads und eine treibende Rhythmusfraktion mit waberndem Bass und abwechslungsreichem Drumming. Ab und an – etwa beim Titeltrack – bewegt man sich ins Uptempo, auch das haben sie drauf. Die Songstrukturen sind (wie bei den oben genannten Vorbildern) niemals frickelig oder gewollt progressiv, aber im besten Death Metal-Sinne etwas komplexer, daher gewinnt die Scheibe mit jedem Durchhören an Tiefe. Sauber eingespielt, technisch versiert, mit Liebe zum Detail und atmosphärisch dicht: Insbesondere der Song „Manchurian Candidate“ vereint die Stärken der Band und erinnert vage an Benedictions „Dark is the Season“. Ab und an ist der tief growlende Gesang etwas monoton, auch wenn man es, wie etwa bei Deicide, gelegentlich mit parallelem Gekreische etwas auflockert.

 

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