Der Weg einer Freiheit “Agonie” MCD 4/6

Viva Hate Records
Bewertung: 4/6 – > Find ich gut
Spielzeit: 25:12
Songs: 5

Die Häufigkeit der Suchanfragen nach ‘Der Weg einer Freiheit’ oder ‘Agonie’ zum Maßstab nehmend, mit der User auf unserer Seite aufschlagen, besteht an der aktuellen EP der Würzburger Black Metal-Band reges Interesse. Aber ist dies auch gerechtfertigt? “Agonie” ein paar Mal akustisch zugeführt gibt Antworten. Im Gegensatz zum selbstbetitelten Debüt, bei dem zumindest bei der Erstauflage mit Drumcomputer gearbeitet wurde (die spätere Neueinspielung erhielt dann auch einen ‘richtigen’ Drummer), ist “Agonie” von vornherein mit echten Drums aufgenommen worden. Der Homogenität des Material und des Soundbildes ist dies auf jeden Fall zuträglich. In erster Linie sind Der Weg einer Freiheit in höllisch schnellem Tempo unterwegs, klirrende Gitarrenarbeit dominiert. Momente in denen die Geschwindigkeit verlangsamt wird, haben nur den Charakter eines kurzen Luftholens. Beim genauen Hinhören offenbart sich die Vielschichtigkeit, mit der das Trio seine (meist überlangen) Stücke aufbaut. Gerade was das Einflechten latenter Gitarrenmelodien angeht, gibt es auf “Agonie” einiges zu hören, flirrende Saiten-Pirouetten gehen ins Ohr. Beispielhaft seien hier “Ingrimm” oder “Posthum” aufgeführt. Gefühlt bis an die Grenze der Belastbarkeit der Stimmbänder geht T.J. bei der vocalen Interpretation der vier Stücke (+ instrumentales, verträumtes Zwischenspiel “Ana”): viehisches Gekeife, dass aber dennoch mehr als nur einzelne Wortfetzen verstehen lässt, treibt die Haare im Nackenbereich zu einer Massenerektion. Etwas mehr verschiedene Klangfarben wären hier aber wünschenswert. Um den Bogen zur Einleitung zu schlagen: Ja, “Agonie” versorgt mit gutklassigem Black Metal, der in der heimischen Liga zumindest im oberen Mittelfeld anzusiedeln ist. Ein Reinhören kann somit nicht schaden.

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