The Atmosfear “The World Is Grey” 3/6

Eigenproduktion
Bewertung: 3/6 –> Akzeptabel
Spielzeit: 42:43
Songs: 10

Die mir bis dato unbekannten Göttinger von The Atmosfear liefern mit „The World Is Grey“ ihr bereits fünftes Album ab. Seit 1995 machen die Jungs Mucke und schon nach dem ersten hören, fällt es ziemlich schwer die Musik in irgendein Genre einzuordnen. Man entdeckt hier und da Death Metal Nuancen, die aber schnell durch groovige Thrash Passagen unterbrochen werden. Das ganze wird unterspült von größtenteils abgehackten Gitarrenriffs, Akustikparts und melodischen Absätzen. Deutlich positiv sticht der Gesang von Olle Halsschneider  hervor, dessen Stimme sich von röchelnden Growls, bis über Black Metal Gekeife erhebt und mich etwas an Disbelief Röhre „Jagger“ erinnert.

Ein guter Mix möchte man meinen. Doch die selbst angepriesene Brutalität und Emotion kommt leider nicht wirklich zum tragen. Was live wahrscheinlich noch Spaß macht, wirkt auf CD abgedroschen und geht sang- und klanglos in den Reihen der Konkurrenz unter. Es ist nicht so, dass die Musik schlecht ist, es fehlt eher der gewisse Funke, der das Feuer entfacht und einen dazu bewegt den Regler der Anlage immer weiter aufzudrehen. Obwohl es die Jungs an der Gitarre wahrscheinlich wirklich drauf haben, wird hier zu oft auf ein und derselben Note rumgehackt. Mit Groove hat das leider nicht mehr viel zu tun. Auch schnelle Parts wirken nicht ausgereift und es fehlt insgesamt an Aggressivität und Biss. Schade drum. Denn The Atmosfear haben sicher das Potential zu besserer Musik. Und auch wenn die Produktion hier im grünen Bereich ist und die einzelnen Instrumente gut und differenziert herauszuhören sind, kann ich „The World Is Grey“ nicht mehr als ein Schulterzucken abgewinnen.

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