Neuer Monat, neues Glück. Das Kreuzfeuer diesen Monat hat es in sich. An der Spitze konnte sich der beste mit gerade mal 0,08 Punkten Unterschied durchsetzen, auf den hinteren Rängen konnten die Alben nur wenige überzeugen. Diesmal mit dabei: Fvneral Fvkk, Golgotha, Halphas, Relinquished, Scarcrow, ShadoWhisperS und Trup.

Und gewonnen hat: Halphas

BandPunkteCaro T.Phil S.Maurice K.Celina S.Sven K.Tom L.Thies F.
Halphas4,294445544
Fvneral Fvkk4,212,5655263,5
Golgotha3,5342334,55
Relinquished3,0724511,535
Scarcrow2,792,5333,5142,5
ShadoWhisperS2,21333114,50
Trup2,07131414,50

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Kommentare lesen und per Link auf die jeweiligen Seiten der Bands weitergeleitet werden. Viel Spaß!

Halphas – The Infernal Path into Oblivion

C.T.: Sticht bei der Veröffentlichungsfülle im Black Metal raus, mir fehlt manchmal noch der gewisse Kick… aber kann man machen und mehrmals hören.

P.S:. Orthodoxer Black Metal ohne irgendwelche trendigen Sperenzchen. Find` ich gut!

M.K.: Stimmungs- und Druckvoll. Auch das Arrangement ist sehr gut ausgearbeitet. Kann man sich öfter geben.

C.S.: Düster melodischer Schwarzmetal mit viel Atmosphäre und spannenden Passagen.

S.K.: Ein richtiges Black Metal Gewitter der alten Schule bescheren uns HALPHAS aus Deutschland. Schön roh, true, schnell und eiskalt wie Black Metal sein muss. Bereits die zweite Scheibe der Jungs. Für die Black Metal Fanatiker gilt nur eins: Unbedingt testen! 

T.L.: Klingt wie norwegischer Black Metal, kommt aber aus Mainz. Ein bisschen entschlackter 90er-Jahre Flair hatte der Platte sicher besser zu Gesicht gestanden.

T.F.: Melodisch-aggressiver, überwiegend im Midtempo gehaltener Black Metal. Atmosphärisch, mit gelegentlichen Akustik-Einschüben, allerdings auch recht überraschungsarm und ohne große Alleinstellungsmerkmale. Nichtsdestotrotz gut hörbare Standard-BM-Kost!

Fvneral Fvkk – Carnal Confessions

C.T.: Ich finde es leider absolut nicht spannend, auch wenn es technisch gut gemacht ist…

P.S:. Einfach nur geil! Epischer Doom der Candlemass-Schule hat’s bei mir eh immer leicht, aber das hier ist auch ohne rosarote Brille ganz großes Kino.

M.K.: Was‘n Brett! Gleich bei den ersten Tönen erkennt man, dass man sich Großes vorgenommen hat. Klanglich auf höchstem Niveau ohne steril zu klingen. Grandios.

C.S.: Der Bandname kann leider potentielle Hörer in die Irre führen, doch wenn man weiß,  dass der Name kein Programm ist, bekommt man episch melodischen Doom mit tatsächlich sehr passendem Cleangesang der alten Schule geboten. Gut gemacht!

S.K.: Fast 50 Minuten langsam, und zum Einschlafen, schleppend, klassischer Doom Metal der mit wirklich fettem Sound aus den Boxen dröhnt. Der Gesang ist der Musik angepasst und zieht einen direkt mit runter. Doom Metal Fans werden sicherlich voll auf Ihre Kosten kommen.

T.L.: : Majestätisch, so wie es sich für modernen Doom gehört. An Pathos kaum noch zu überbieten – einfach genial!

T.F.: Klassischer, melodischer Doom. Instrumental großes Kino, aber der chorale, ewig gleiche Klargesang ist trotz intelligenter anti-klerikaler Texte gar nicht meine Baustelle und führt dazu, dass alle Songs annähernd gleich klingen. Dadurch klingt für mich das ganze Album wie ein überlanger Song, aber für Traditionalisten-Doomster sicher absolutes Pflichtprogramm!

Golgotha – Erasing The Past

C.T.: Schon merkwürdig, was alles unter Doom fällt. Mir geht das manchmal zu sehr schon in Richtung Goth, zum Ende hin ist es das normale Doom Album mit melodischem Antlitz, was vollkommen ok ist.

P.S:. Atmosphärischer Düster-Metal, der Freunden von Paradise Lost und ähnlich gelagerten Bands gutgefallen dürfte.

M.K.: An sich gar nicht schlecht, aber man verliert sich zu oft in Platitüden und verlässt sich zu sehr auf bewährte Konzepte. Dadurch wird es berechenbar und teils langweilig.

C.S.: Doomig angehauchter Gothik Metal, der leider schnell langatmig wird und wenig Wiedererkennungswert hat. Kaffee!

S.K.: Das vierte Voll-Album der spanischen Death/Doom-Metaller GOLGOTHA hat fast 15 Jahre auf sich warten lassen. Vollkommen in Ordnung (bzw. ein Muss) wenn man auf eine Mischung aus älteren Moonspell (1996 bis 1998) und Paradise Lost (1993 bis 1996) abfährt, denn so lässt sich das Album am besten beschreiben.

T.L.: Streckenweise etwas zu seichter, aber sehr zugänglicher Death Doom. Gutes Gesamtpaket!

T.F.: Erster Gedanke: Alte Paradise Lost, sehr gut! Manchmal auch Richtung Sisters of Mercy schielend, wird moll-lastiger melodischer Midtempo-Metal mit unkitschigen Keyboards und Death-Growls gezockt, und voila: ersten Eindruck bestätigt, verschollene early-Paradise-Lost-Scheibe gefunden, zufrieden!

Relinquished – Addictivities Pt. 1

C.T.: Läuft ganz gut nebenbei, kann ich mir aber kaum live vorstellen und es zieht sich…

P.S:. Sehr coole Atmosphäre, gefällt mir auf Anhieb ziemlich gut.

M.K.: Irgendwie hat man sie immer wieder auf den Schirm und der Todo Liste und kommt doch nicht dazu, sich tiefer mit den Österreichern zu beschäftigen. Ein großes Danke für die Auswahl. So konnte ich mich überzeugen, dass hier eine ganze Wundertüte an mir vorbeigegangen ist.

C.S.: Krieg ich nicht auf die Reihe! Das Ganze wirkt auf mich wie ein zusammen gewürfelter Eintopf ohne Gewürze. 

S.K.: Schwieriger und anstrengender Death Metal mit einer extrem starken Kante von psychedelic und progressiven Melodien. Nur stellenweise der ein oder andere Lichtblick auf dem Album, ansonsten dümpelt alles so vor sich hin…

T.L.: Technisch einwandfreier progressiver Death-Metal, der leider von zähen Durststrecken geplagt wird.

T.F.: Melodischer Prog-Death-Goth-Doom…was schlimm klingt ist überraschend abwechslungsreich, frisch und gut produziert. Düster, stimmungsvoll, rhythmisch-melodisch und mit gutem Growling versehen istdas Album eine der Perlen des Monats und macht wirklich Spaß anzuhören!

Scarecrow – Beyond The Black Rainbow

C.T.: Kommt für Heavy leider nicht ausm Quark

P.S:. Straighter Heavy Metal, der bei mir leider nicht richtig zünden will. Da ich solche Mucke abergrundsätzlich sehr mag, werde ich mir diese Platte nach dem Top-7-Pflichtdurchlauf noch ein paarmalin Ruhe anhören.

M.K.: Kann man machen, instrumental ziemlich ausgereift. Der Gesang ist aber zu sehr in der selben Tonlage, da könnte noch mehr kommen.

C.S.: Biermusik, einfach gestrickt zum Mitwippen und singen, Vocals, die durchaus auffallen, doch die paar netten Momente darin reichen nicht, um Aufmerksamkeit zu erregen.  

S.K.: Völlig belangloser, vorhersehbarer und zu Tode langweiliger Heavy Metal/Hardrock mit extrem nervigem Gesang. Völlig überflüssig die Scheibe.

T.L.: Stampfende Rhythmen, laute Gitarren, mit einer ordentlichen Portion Black Sabbath, Dio und Alice Cooper. Gesanglich liegen die Krähen abermächtig weit hinter ihren Vorbildern und lyrisch machen die Jungs aus Baden-Württemberg auch nicht ganz so viel her.

T.F.: Klassischer Hard Rock/Metal, seeehr 80er samt vielen Klischees inklusive mehrstimmigen Refrainshouts. Kompetent gespielt, tut nicht weh, haut aber auch nicht vom Hocker – Zwei-Ohren-Album, zum einen rein, zum anderen wieder raus.

ShadoWhispers – Mara

C.T.: Okay, das was sie machen, hat ihre fans und das zählt deutlich zu den besseren Veröffentlichungen, wenn es um Goth Metal geht… aber man muss es mögen.

P.S:. Nicht so mein Fall, aber gut gemacht und definitiv hörenswert. Fans von symphonischem Goth Metalsollten mal reinhören.

M.K.: Kompositorisch zunächst interessant und auch die Synths sind ansprechend eingebaut. Mit einem dickeren Gitarrensound ließe sich da allerdings einiges mehr rausholen. Auch der eine oder andere Song weniger hätte mehr Spannung erhalten.

C.S.: Hier gibt’s heute keine Rose…

S.K.: Dieses Album erfüllt alle Kriterien für ein bombastisches Symphonic Metal Gedudel, inkl. melodischem Frauengesang. Nachteil daran ist, dass es völlig übertrieben wirkt und auch klingt. Die Keyboards bohren sich stellenweise richtig in die Ohren und ins Gehirn. Daumen nach unten.

T.L.: Schöne Female-Fronted-Truppe. Die Nightwish-Einflüsse schlagen aber vor allem zu Beginn etwas zu stark durch, auch wenn die Kompositionen deutlich wilder anmuten.

T.F.: Oh mein Gott…WARUM??? Warum bekommt diese Schlager-Operntussi-Träller-Symphonie-Kacke das Etikett „Metal“??? Das hat für mich aber mal so GAR nichts damit zu tun, sondern darf gerne von Helene-Fischer-Fans, die auf hart machen wollen und deshalb Nightwish gaaanz toll finden, gehört werden, aber ich bin hier mal sowas von raus!!! Sondermüll

Trup -Szmula

C.T.: Wie für Sludge üblich… ein Chaos, kann dem leider nichts abgewinnen

P.S:. Einerseits total nervig, andererseits aber auch faszinierend und gelegentlich sogar richtig mitreißend.Ich bin etwas überfordert mit dieser Platte, das muss ich zugeben…

M.K.: Nein! Ein Vielleicht, wenn sie mehr als 28 Minuten für das Album aufgebracht hätten.

C.S.: Intensiver kranker Hirnfck….manchmal muss es eben raus!

S.K.: Black/Sludge Metal? Für mich werden nur wild durcheinander die Instrumente gespielt und irgendwelche Laute hinzugewürfelt. Das ist weder extrem noch muss man sich damit näher beschäftigen.

T.L.: Wildes Geklöppel mit schönen Mid-Tempo-Passagen.

T.F.: Extrem schlechter Krach, laut Label file under „Death-Noise“. Keine Ahnung, wer sich sowas freiwillig anhört.

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