Im Juli gibt es wieder ein Death-Metal-Special beim Kreuzfeuer. Das heißt: 7 Bands aus 7 verschiedenen Ländern und die Gemeinsamkeit lautet: Death Metal. Diesmal mit dabei: Abythic, Daemoniac, Rotting Kingdom, Skarz, Sorcery, Tzun Tzu und Unbounded Terror.

Und gewonnen hat: Tzun Tzu!

Caro T.Phil S.Maurice K.Tom L.
Tzun Tzu4,633,5645
Sorcery4,54544,5
Skarz4,254454
Rotting Kingdom4,134525,5
Daemoniac3,753,5524,5
Abythic3,383433,5
Unbounded Terror3,253433

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Kommentare lesen und per Link auf die jeweiligen Seiten der Bands weitergeleitet werden. Viel Spaß!

Australien: Tzun Tzu – The Forbidden City

C.T.: Braucht einen Moment um in Fahrt zu kommen, dann horcht man aber immer wieder auf. Mir gefällt der Mix von einfachen Death-Passagen mit leichten progigen Frickeleien und einem asiatischen Hauch.

P.S.: Ziemlich geile Mischung aus Cannibal Corpse, Severe Torture und Nile. Kannte ich vorher nur vom Hörensagen, werde ich mir definitiv mal in aller Ruhe zu Gemüte führen. Der erste Eindruck ist jedenfalls bombenmäßig.

M.K.: Sehr viel Potential, aber nach drei Stücken kann man nicht wirklich viel dazu sagen.

T.L.: Mit Growlgesängen und Fantasie malt die australische Death-Combo traditionsreiche Geschichtspassagen aus dem Reich der Mitte – ein erfrischend unverbrauchtes Image. Und ein tolles Album noch dazu.

Schweden: Sorcery – Necessary Excess Of Violence

C.T.: Na huch, das gefällt mir richtig gut. Eingängie Rhythmen die zum Kopfnicken animieren. Definitiv mein Favorit der Runde.

P.S.: Schwedentod ohne neumodischen Firlefanz, damit kann man bei mir leicht punkten.

M.K.: Derb rohe Nummer, die aber zu überzeugen weiß. Schön, ein echtes Schlagzeug ohne Samplereplacement zu hören. Songs sind auch gut eingängig.

T.L.: Destruktive Todesmetall-Raserei aus Schweden, selbstredend mit ordentlich Melodie. Sorcery sind durch und durch vom Schlag der alten Schule: Wenig innovativ, aber technisch einwandfrei und überzeugend.

Griechenland: Skarz – What Remains

C.T.: Old School, so wie es gefällt. Kann ich mir live richtig gut vorstellen.

P.S.: Ganz alte Schule, man hört hier die Frühwerke von Death, Massacre, Pestilence und Obituary raus. Gefällt mir!

M.K.: Macht anfangs erschreckend viel Spaß, ists doch eher nicht so meine Baustelle. Und der positive Eindruck verfestigt sich von Song zu Song, gerade die Mid-Tempo Einlagen wissen zu überzeugen.

T.L.: Gut, aber da geht noch was.

USA: Rotting Kingdom – A Deeper Shade Of Sorrow

C.T.: Ist gut gemacht, vor allem mit viel Abwechslung in den einzelnen Songs. Gefällt!

P.S.: Schönes Coverartwork! Die Mucke ist auch richtig gut und viel weniger zäh, als ich erwartet hatte. Das hier macht richtig Spaß!

M.K.: Es hält eine Spannung aufrecht bei der man eine Auflösung erwartet. Leider kommt diese nie und so bleibt man ziemlich ratlos zurück.

T.L.: Bereits mit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP konnten Rotting Kingdom vollends überzeugen. Mit ihrer ersten Full-Length-Platte legen sie nun ähnlich hochwertiges Material nach. Schleichend und brutal, ganz so wie Death/Doom sein sollte!

Italien: Daemoniac – Dwellers Of the Apocalypse

C.T.: Knüppelt gut, ist aber nicht innovativ.

P.S.: Meine Güte, diesen Monat sind ja wirkliche ALLE ausgewählten Alben richtig gut. Ich bin begeistert!

M.K.: Das ganze Album über wundere ich mich, ob anstelle der HiHat einfach das Besteckregal geschüttelt wird. Da auch sonst eher wenig passiert, hat man auch Zeit darauf zu achten.

T.L.: Infernalisches Gedröhne, ganz wie der Bandname prophezeit. An vorderster Front von Satans Legionen kämpfen Deamonic aber trotzdem nicht.

Deutschland: Abythic – Conjuring The Obscure

C.T.: Ganz solide.

P.S.: Gut gemachtes Teil, innerhalb der Genregrenzen ist man um Abwechslung und Atmosphäre bemüht.

M.K.: Würde ich gerne mal live sehen, könnten mich bestimmt dort überzeugen. Zum Durchhören zuhause allerdings zu wenig um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben.

T.L.: Durschnitts-3,5-Death-Scheibe.

Spanien: Unbounded Terror – Faith in Chaos

C.T.: Grooved so vor sich hin, da fehlt mir dann aber die Würze

P.S.: Straight in die Fresse, nicht zu stumpf, mit Wiedererkennungswert – gutes Teil!

M.K.: Definitiv ein Album, welches in anderem Kontext deutlich besser abgeschnitten hätte. In diesem Special ist es aber zu unauffällig.

T.L.: Klassisches und stringent an den 80ern orientiertes Rumgebolze mit wenig Charakter.