Das letzte Kreuzfeuer in diesem Jahr steht in den Startlöchern. Wieder 7 Platten standen der Redaktion zur Verfügung und daraus wurde ein Sieger gekürt. Diesmal mit dabei: Blazemth, Assumption, Hellfuck, Katharos, Kvaen, Threnody und Vanderlust.

Und gewonnen hat: Kvaen!

Caro T.Katja K.Maurice K.Oliver J.
Kvaen4,633,5546
Blazemth4,55445
Hellfuck4,134,5435
Katharos3,754326
Vanderlust3,53353
Assumption3,54433
Threnody3,133,5432

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Bewertungen sehen und per Link gelangt ihr zu den entsprechenden Bandcamp-Seiten. Viel Spaß!

Kvaen – The Great Below

C.T.: Wirkte jetzt gar nicht so Viking-Pagan-Mäßig sondern hätte auch einfach Melodischer Black Metal der Marke Windir sein können. Rauschte mir dann doch zu schnell vorbei.

K.K.:  Fettes Album! Zündet sofort und macht ordentlich Spaß! Die Musik läuft unter dem Banner Pagan/Black Metal, hat aber eine ordentliche Melodic Death Metal Schlagseite. Kann man immer wieder hören.

M.K.: Gerade im „Genrevergleich“ der anderen Kandidaten in diesem Monat bringt Kvaen noch frische Elemente mit rein, welche mich sehr überzeugen. Stilecht, aber nicht festgefahren.

O.J.: „The Great Below“ heißt das 2022er Album der Ein-Mann Band Kvaen von Jacob Björnfot auf dem aber durchaus hochkarätige Gastmusiker (Jeff Loomis – Arch Enemy oder Mathias Lillmåns – Finntroll) mitwirken. Musikalisch erwartet den geneigten Hörer pagan angehauchter Black Metal. Der Sound gefällt mir extrem gut – „In Silence“ ist mein persönlicher Liebling der Scheibe!

Blazemth – The Return Of Lucifer

C.T.: Stark! Einfach ein starkes Black Metal Album von vorne bis hinten, dass man mehrfach hören kann.

K.K.:  „The Return Of Lucifer“ klingt so diabolisch, wie man es bei diesem Titel erwarten würde. Von atmosphärischen Parts bis zur Raserei ist alles dabei. Gute Scheibe.

M.K.: Ein wilder Ritt, welcher trotz vieler Fragezeichen überzeugt. Produktions- und Qualitätstechnisch alles top, die Songarrangements überraschen allerdings regelmäßig mit unpassenden Wechseln.

O.J.: Epische getragene Parts gepaart mit treibendem Geprügel und das Ganze im schwarzmetallischen Bereich angesiedelt – so klingt das erste Album der Spanier von Blazemth

Hellfuck – Diabolic Slaughter

C.T.: Der Name ist Programm, gefällt mir richtig gut, hätte manchmal sogar noch mehr ballern können. Aber die Scheibe landet öfters in meinem Player.

K.K.:  Hellfuck machen treibenden Speed/Thrash Metal. Gewinnt wahrscheinlich keinen Innovationspreis, weiß aber zu begeistern. Daumen hoch.

M.K.: Wer auf der Suche nach gutem altem Thrash der Slayer und Kreator Schule ist, und halt nicht immer nur die gleichen Alben hören möchte, wird hier fündig werden.

O.J.: Ordentliches Geballer gibt es von Hellfuck aus Polen auf die Lauscher. Gut produziert, trotzdem irgendwie mit räudigem Sound thrashen sich die Herrschaften durch ihr erstes Album. „God In Flames“ hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Katharos – Of Lineages Long Forgotten

C.T.: Ist solider Black Metal mit Symphonic-Einschlag, könnte Fans von Dimmu ganz gut gefallen.

K.K.:  Der symphonische Black Metal von Katharos klingt gut, ist aber auch sehr typisch aufgebaut und verfügt über zu wenig Wiedererkennungswert.

M.K.: Ein Paradebeispiel dafür, dass Geschwindigkeit nicht mit Aggressivität gleichzusetzen ist. Sicherlich beherrscht jeder hier sein Instrument auf beeindruckende Weise, das Gesamtwerk dürfte aber schnell in Vergessenheit geraten.

O.J.: Die Schweden von Katharos hauen heuer mit „Of Lineages Long Forgotten“ ihr zweites Album raus. Symphonischer Black Metal der mir von den ersten Tönen direkt ins Ohr geht. Wirklich eine fette Scheibe, besonders der Titelsong hat es mir angetan!

Vanderlust – Vanderlust

C.T.: Puhh, das kann ich so gar nicht einordnen. Heavy Metal, allerdings manchmal ein bisschen Progralastig und damit zündet es auch nicht.

K.K.:  Das Debütalbum von Vanderlust aus Italien erscheint unter der Bezeichnung Cosmic Metal. Dahinter verbirgt sich eine Heavy/Power Metal Mischung mit progressiven Elementen und thrashigen Anleihen. Das Album ist einerseits vielseitig, kann aber andererseits nicht konstant überzeugen. Unterm Strich gutes Mittelfeld.

M.K.: Man erlebt selten Progbands dieser Tage, welche noch in der Lage sind Enthusiasmus zu übertragen. Vanderlust sind definitiv ein herausstechendes Beispiel und bleiben ihrer Selbstbeschreibung des prog-thrashy treu.

O.J.: Powermetallischer Heavy Metal aus Italien mit klarem, teilweise epischem Gesang. Leider absolut nicht meine Baustelle – Sorry Jungs… Aber technisch ist das ganze sauber produziert und technisch hat die Band definitiv was auf dem Kasten!

Assumption – Hadean Tides

C.T.: Sehr ausgeklügeltes Doom- Album, hat viele spannende Momente und wirkt dabei keineswegs langatmig.

K.K.:  Winter is coming. Und der frostige Doom/Death Metal von Assumption passt wunderbar dazu. Auch wenn das Cover eine lavagetränkte Landschaft zeigt. Ob man nun an Eis oder die Unterwelt denkt, es klingt jedenfalls lebensfeindlich. Die erbarmungslos walzenden Songs zermalmen alles und jeden und bis auf den seltsamen Sprechgesang bei „Triptych“ ist die Scheibe überzeugend.

M.K: Death Doom, wie man ihn kennt und in seiner ansprechenden Form einen auch einfach mal überrollt. Herausstechend ist Triptych zu erwähnen, welcher dann sich aber auch anderer Genres bedient.

O.J.: Doomiger Death Metal aus Italien – eine nette Mischung aus beiden Genres, leider manchmal etwas zuuuu doomig und auch etwas langatmig aus meiner Sicht.

Threnody – Rid Of Flesh

C.T.: Das ist sooooo klassischer Death Metal, ist okay.

K.K.:  Soliden Old School Death Metal gibt es von Threnody. Das Debütalbum enthält Songs aus den letzten 30 Jahren. Sowas hört man auch nicht oft. Gute Scheibe, obwohl mehr Individualität nicht schaden würde.

M.K.: Songtechnisch einige gute Banger dabei. Die Tempowechsel und -wahl ist jedoch öfters zumindest seltsam. Wenn ich jetzt noch wüsste, an wessen Band mich die Stimme erinnert.

O.J.: Threnody aus den USA liefern auf ihrem ersten Full-Length Album „Rid of Flesh“ Old School Death Metal ab. Die Platte kracht ordentlich, ist aber in Summe leider eher eintönig.

 

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