Es ist mal wieder Zeit für das Kreuzfeuer. 7 Alben wurden ausgewählt um sich der Redaktion zu stellen und mit knappen Vorsprung hat sich ein Sieger gefunden.

Diesmal mit dabei: Ad Vitam Infernal, Drown In Embers, Exlibris, Guerra Total, Rites Of Daath, Spell und Xaemora.

Und gewonnen hat: Guerra Total

Caro T.Maurice K.Sven K.Tom L.
Guerra Total4,54455
Ad Vitam Infernal4,253365
Exlibris3,883,5543
Rites Of Daath3,253,53524,5
Xaemora3,253424
Drown In Embers2,51252
Spell1,882212,5

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Kommentare lesen und per Link auf die jeweiligen Seiten der Bands weitergeleitet werden. Viel Spaß!

Guerra Total – War Is the Pursuit of Death: A Hymnal for the Misanthrope

C.T.: Knallt ordentlich, jedoch ein bisschen dünn im Sound, sonst aber gut.

M.K.: So richtig festmachen kann man erst ab der Hälfte, wo es hingehen soll, druckvoller Deathened Black. Es gefällt, sticht aber auch nicht hervor. Der letzte Song verdient Extrapunkte in seiner Interpretation.

S.K.: Mit einem stabilen Black-/Death-/Thrash-Metal Album kommen die Kolumbianer um die Ecke. Eigentlich hat die Scheibe alles was von dieser Art von Metal Spannbreite erwartet wird: Dunkelheit, Aggression, antichristliche Stimmung, Geschwindigkeit und Mid-Tempo-Parts! Abzug für die Bewertung resultiert einzig allein aus dem Sound!

T.L.: Vielschichtiger Stilmix aus Black-, Speed- und Thrash Metal mit Anleihen bei Sodom und Destruction. Sehr gelungen!

Ad Vitam Infernal- Infernal Comedy

C.T.: Hat seine Höhen, hat was oldschooliges und trotzdem erwische ich mich zu oft am Ende der Songs denkend „Nun werdet aber mal fertig“!

M.K.: Jeder Song für sich echt gut und mächtig nach vorne, aber als Gesamtwerk dann deutlich zu eintönig. Auch ist der Gesang viel zu sehr im Vordergrund, nicht wirklich nötig im Old School Death.

S.K.: Was die Franzosen AD VITAM INFERNAL an Brutalität, Energie, Geschwindigkeit, Abwechslung und Spielfreude auf dieser Scheibe verewigt haben, ist kaum in Worte zu fassen. Das ist die beste Mischung aus alten Deicide, Immolation, Morbid Angel usw. die ich in den letzten Jahren gehört habe, und dass ohne die Eigenständigkeit zu verlieren oder auch nur annähernd nach einer billigen Kopie zu klingen! Absolute Death Metal Empfehlung!

T.L.: Death Metal ganz in Tradition der Ostküsten-Rabauken wie Morbid Angel und Co. – pure Gewalt, wenig Kompromisse. Genial!

Exlibris – Shadowrise

C.T.: Wirklich gut gemacht, sehr episch vorgetragen, dennoch zu viel Dream Theater Schlagseiten

M.K.: Richtig geile und kraftvolle Nummer, so geht das. Aber jetzt muss ich irgendwie die alten James Bond nochmal gucken.

S.K.: EXLIBIRS vereinen Power Metal, klassischen Hardrock und melodischen Heavy Metal in einem auf ihrer Scheibe. Gut gemacht und die Band wird oder hat sicherlich seine Fangemeinde aus den genannten Genres.

T.L.: Quasi Dream Theater mit rockigeren Passagen. Ist okay.

Rites Of Daath – Doom Spirit Emanation

C.T.: Hier müsste ich noch mehrfach reinhören, es gefällt auf den ersten Blick, aber es haut noch nicht ganz um.

M.K.: Grob, Roh, stimmungsgeladen, eine Achterbahnfahrt an Geschwindigkeiten und Eindrücken. Für Freunde des Death Dooms sicherlich eine gute Ergänzung.

S.K.: Einen ultra-matschigen Sound haben die aus Polen stammenden RITES OF DAATH ihrem ersten Voll-Album gegönnt. Soll wahrscheinlich so gewollt sein, um ihrem stumpfen und primitivem Death Metal Gekloppe die richtige böse und dunkle Atmosphäre zu verleihen. Wer es braucht…

T.L.: Schöner Death Doom. Vielleicht sind bei mehreren Durchgängen ein paar mehr Punkte drin.

Xaemora – At Dusk Of Existence

C.T.: Ich kann jetzt nicht viel aussetzen, aber es bleibt auch relativ gleich und läuft so vor sich hin. Da braucht es doch mehr Bombast.

M.K.: Da bin ich doch überraschenderweise häufiger mitgegangen, als ich erwartet hätte. Da geht wirklich einiges, sehr gutes Songwriting und detailliert ausgearbeitete Dynamik in allen Songs.

S.K.: Rasend schneller und klirrend kalter “old-school-norway-melodic-symphonic” Black Metal scheppert aus den Boxen, nachdem ihr den Play-Knopf von der EP betätigt habt. Leider ist der Sound der Amis so dünn und leise, das ihr den Lautstärkerelger stark hochdrehen müsst und einfach keine Hörfreude aufkommen kann. Schade, denn an sich verstehen die Amis die beschriebene Mischung zu repräsentieren.

T.L.: Allgemeinverträglicher Symphonic Black Metal. Gut, aber auch relative unspektakulär.

Drown In Embers – Rememberance Of The Argonaut

C.T.: Ist nicht meins und dem kann ich auch so gar nichts abgewinnen.

M.K.: Generell ist Metalcore meiner Erachtens nach weder Fisch noch Fleisch. Aber für Anhänger des Genres ist das eine solide Nummer. Wohlwollend wahrgenommen auch fast ohne Jammer-clean-Gesang.

S.K.: Die Debüt EP (6 Songs mit knapp 32 Minuten) der deutschen Melodic Metalcore Band DROWN IN EMBERS hat es in sich. Die Band versteht es mit geballter Hingabe und Intensität die alten Melodic Death Metal Klänge in ihren Songs zu verarbeiten! Screams voller Power und eine fette Produktion dazu können überzeugen! So muss Melodic Metalcore für mich klingen! Daumen hoch!

T.L.: Metalcore ist überhaupt nicht mein Fall. Geht aber teilweise ganz gut ins Ohr.

Spell – Opulent Decay

C.T.: In den 70ern vielleicht, aber für heute echt zu lahm

M.K.: Anfangs doch schon ziemlich lahmarschig. Nachdem man sich ein wenig darauf einlässt, erkennt man einige Elemente von Transatlantic und Konsorten. Aber da kommt es nicht ansatzweise ran und zieht sich dann gegen Ende doch wieder kräftig.

S.K.: Irgend so einen abgespacten, psychodelisch, hippigen Rock haben SPELL im Studio aufgenommen. Bei diesem aufgemotzten 70er Jahre Regenbogen Rock muss man wohl eher einen ganz fett gerollten Dübel rauchen um sich dem Album hingeben zu können….Bin ich raus….

T.L.: Ziemlich lascher Heavy Metal mit Psychedelic-Einflüssen. Plätschert so dahin.