Neuer Monat, neues Glück. Es ist mal wieder Zeit für unser Kreuzfeuer. 7 Platten wurden ausgewählt und von der Redaktion ganz individuell bewertet und zum Schluss gab es dann einen klaren Sieger.

Diesmal mit dabei: Bethlehem, Chaos Factory, Insanity Cult, Shattered Remains, Thrashfire, Undead und Victims Of Contagion.

Und gewonnen hat: Thrashfire!

 

Caro T.Katja K.Phil S.Maurice K.Celina S.Sven K.Tom L.
Thrashfire4,434454455
Bethlehem4,1445415,545,5
Insanity Cult453,532554,5
Undead4344,53544,5
Victims Of Contagion3,9324354,545
Chaos Factory3,3634543,531
Shattered Remains2,3612,533322

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Kommentare lesen und per Link auf die jeweiligen Seiten der Bands weitergeleitet werden. Viel Spaß!

Thrashfire – Into The Armageddon

C.T.: Ist okay, oder soll ich sagen solide oder… na alles, was eben “gut” bezeichnet. Ist jetzt nicht wirklich markant, aber ich hab auch nichts auszusetzen, passt also!

K.K.: Bekannte Zutaten und wütendes Gekeife erwarten einen auf der zweiten Langrille dieser türkischen Thrash Metal Band. Die knackigen Songs gehen volle Kanne nach vorne los. Bei der Scheibe gibt es nichts zu meckern.

P.S:. Rücksichtslos nach volle preschender und alles niedermähender Old School Thrash geht bei mir IMMER.

M.K.: Gibt es nichts zu meckern, alle Attribute eines Thrash Albums erfüllt. Und dennoch wirkt es wie ein eigenständiges Werk. Die Füße zappeln, Punktgewinn.

C.S.: Knackig auf den Punkt mit etwas Speed gewürzter Thrash, mit dem man live sicher guten Spaß haben kann.

S.K.: Ordentlich wütender Thrash Metal aus den 80er Jahren könnte man hier schreiben und sagt eigentlich auch schon alles aus. Richtig schön nach Vorne mit ordentlich Spielfreude, feinste Riffs, knallende Drums, kein Geschnörkel und bester Sound. So muss Old School Thrash Metal klingen. Die Jungs aus Ankara brauchen sich kein Stück verstecken.

T.L.: Ein Album, das seinen Namen definitiv verdient. Klassischer Thrash Metal vom Feinsten, der sich hier und da vielleicht ein kleines bisschen zu treu an den Genregrößen orientiert.

Bethlehem – Lebe dich leer

C.T.: Bethlehem war mir lange Zeit einfach nichts, aber die Scheibe hier hat mich durchaus gepackt. Vielleicht lag es aber auch nur an der Stimme von Onielar.

K.K.: Auf dieses Album war ich sehr gespannt und auch schnell sehr angetan. Bethlehem fallen wie gewohnt besonders durch den irren Gesang und die bizarren Texte auf, wobei die Arrangements auch alles andere als gewöhnlich sind. Eine Band, die man entweder liebt oder hasst, denke ich.

P.S:. Für die Texte dieser Band war ich schon immer zu doof, aber die Mucke ist teilweise schon ziemlich geil…

M.K.: Ist halt so genau nicht meins, was es immer schwer macht es einzuordnen. Aber selbst dann, so gibt doch vieles, welches mich in dem Bereich mehr überzeugt.

C.S.: Bethlehem und Onielar bilden eine Symbiose, die dir Gänsehaut und eiskalte Schauer über den Rücken treibt – abwechslungsreich, spannend und das in der Muttersprache, wunderbar!

S.K.: Die Band ist sicherlich jedem ein Begriff, da schon seit Ewigkeiten unterwegs…Dunkle Mischung (bunt wollte ich nicht wählen) aus schwärzestem und bösem (mal schneller, meist langsamer) Black/Death/Doom Metal mit unvorstellbar krank-kreischendem Frauen-Gesang (abwechselnd auch mal Klargesang dazwischen). In Fachkreisen nennt man das dann wohl auch DSBM…

T.L.: Viel zu Bethlehem sagen braucht man nicht. Die Truppe gehört schließlich zu den unangefochtenen Meistern in ihrer kleinen metallischen Nischenwelt. Die volle Punktzahl gibt’s aber trotzdem nicht, weil es noch brilliantere Werke in der Banddiskografie gibt.

Insanity Cult – All Shall Return To Chaos

C.T.: Mega! Auch wenn es manchmal oldschoolig rauchig ist, das Album hat es mit einem Schlag gleich in meine Sammlung geschafft. Schön treibender Black Metal, der sich einfach durchs Album zieht und einen packt!

K.K.: Wer hat denn dem Sänger den Frühstückskaffee weggetrunken? Der klingt echt verzweifelt! Also eigentlich ziemlich cool. Der Sound dröhnt allerdings etwas in den Ohren. Und über die Spielzeit des Albums klingen die Songs doch etwas eintönig. 

P.S:. Black Metal ohne nervigen Firlefanz. Macht auf dem dargebotenen Niveau auch 2020 noch Spaß.

M.K.: Hat seine Momente, aber im großen und ganzen doch wirklich wirklich anstrengend.

C.S.: Das gefällt mir sehr gut, wunderbarer Soundtrack für diese kalten trüben Tage.

S.K.: Griechischer Old-School-Black-Metal bei dem einen das Blut in den Adern gefriert. Der ultrafies kreischende Gesang, die überwiegenden Mid-Tempo-Drums und die sägenden Gitarren bohren sich direkt in Dein Gehirn. Richtig schön böse und True (auch der Sound)! Feine Scheibe das mit jedem mal hören mehr wächst…

T.L.: Anders als ihre griechischen Landsmänner orientieren sich Insanity Cult klar am norwegischen Black Metal – mit vollem Erfolg.

Undead – Existential Horror

C.T.: Das war jetzt mal ganz schnell an mir vorbeigerauscht. Okay, für Death Metal… mehr aber auch nicht.

K.K.: Gefällt mir, was da aus den Gräbern gekrochen kommt! Death Metal mit Zombie-/Horror-Feeling und astreinem Sound. Anhören!

P.S:. Es kann niemals genug Death Metal wie diesen hier geben.

M.K.: Anständig runtergespielter old-school Death. Bietet jetzt keine Überraschung und verhält sich daher unauffällig im Hintergrund.

C.S.: Finster und treibend gibts hier eins auf die Mütze des werten Death Metal Hörers der alten Garde, die es roh mögen und den Feinschliff verteufeln. Schönes Ding!

S.K.: Bluttriefender Death Metal tönt aus den Boxen. Gesanglich klingt das schon leicht schwarzmetallisch angehaucht. Auf jeden Fall wird auf der ersten Voll-Scheibe von Undead ordentlich auf das Gaspedal getreten. „Death Metal from the Grave“ ist schon recht passend. Ordentlich brutal rohe und räudige Kost.

T.L.: Dreckiger Death Metal und Horrorthemen, dazu ein kleiner „Black Metal“-Touch. Definitiv ein solider Mix.

Victims Of Contagion – Lamentations Of The Flesh Bound

C.T.: Für Tech Death sogar recht melodisch, aber das bleibt nach wie vor nichts für mich.

K.K.: Schöner technischer Death Metal. Ein gewisser Mangel an Eingängigkeit ist in dem Genre ja normal und auch hier vorhanden. Schmälert das Vergnügen aber nicht. Gute Scheibe! 

P.S:. Ist mir streckenweise zu modern, aber Fans von frickeligem Todesmetall sollten auf jeden Fall reinhören.

M.K.: Technisch anspruchsvoll, kreativ und dennoch genau was man erwartet. Die US-Amerikaner liefern kräftig ab und haben sich definitiv aus dem Norden inspirieren lassen, ohne ihren eigenen Stil zu vergessen. Zum Abschluß öffnet man sich noch über das eigene Genre hinweg, fantastischer Song.

C.S.: Technischer Death Metal der besseren Sorte, abwechslungreich, spannend und selbst die Vocals nerven nicht nach dem 3. Song.

S.K.: Die Band spielt sehr schnellen US Death Metal, mit ultra-viel technischem Gitarrenchaosgefrickel. Der Sound ist superklar und die Gitarrenarbeiten sind meisterlich. Ordinär tief growlender Gesang mischt sich auch noch mit ein. Für technische Fanatiker ein Muss!

T.L.: Versierter Technical Death mit den genreüblichen Trademarks, gewürzt mit einigen Überraschungsmomenten. Gefällt mir!

Chaos Factory – Horizon

C.T.: Am Anfang dachte ich noch, ich hab nen guten Tag, denn der Epos startet recht angenehm, Assoziationen zur Metal Opera bleiben nicht aus. Aber 2 CDs sind dann doch zu viel und es zieht sich zu lang.

K.K.: Anfangs fand ich diese symphonic Power/Heavy Metal Langrille ganz schön kitschig und auch etwas zu glatt, was die Produktion betrifft. Die Musik ist aber in der Tat vielschichtig und der eine oder andere Ohrwurm bleibt hängen. Ein selbstproduziertes Doppel-CD Konzeptalbum als Debüt (wenn ich das richtig sehe), verlangt mir zusätzlich Respekt ab. Für Freunde epischer und bombastischer Klangwelten mit Sicherheit ein gutes Album.

P.S:. Unfassbar kitschig, aber mir gefällt’s wirklich gut. Höre ich mir auf jeden Fall nochmal an.

M.K.: Eine wirklich zweigeteilte Nummer, daher auch ein Doppelalbum. Zur ersten CD: Schönes Album und gute Songs. Einzig die Übergänge könnten besser ausgearbeitet sein. Zur zweiten, sehr experimentell und muss man für in Stimmung sein, was ich in dem Moment war.

C.S.: Ist absolut nicht meine Baustelle, aber wer auf symphonisch, epischen Metal steht, der kanns Ohr mal hinhalten.

S.K.: 22 Songs (2-CD) voll strotzendem bombastisch-symphonischem Melodic-Metal in all ihren Facetten. Gemixt mit vielen Soundeffekten, langsamen Parts und etwas Klassik sagt das auch schon alles aus…Das Interessanteste daran: Es handelt sich um eine italienische Band.

T.L.: Was zum Geier hat das mit Metal zu tun? Zumindest was weite Strecken des Albums betrifft… zuweilen hämmert extrem clubgefällige Musik aus den Boxen – spektakulär geht anders. Ein Versagen auf nahezu ganzer Linie.

Shattered Remains – 85

C.T.: Das fällt jetzt in die Kategorie, einmal rein ins Ohr und schon wieder raus… da war jetzt wirklich nichts spannendes bei.

K.K.: Das ist mir persönlich zu sehr Metalcore. Ein bis zwei Songs sind ganz nett, aber je länger ich der Musik lausche, desto genervter bin ich. Also (wie immer) Geschmackssache!

P.S:. MetalCore ist wirklich überhaupt nicht mein Ding. Unabhängig davon ist das hier ein ziemlich fettes Album.

M.K.: Die Nürnberger schaffen es, dass man in Erinnerungen an die alte Hardcore Zeit und Szene schwelgt. Doch “85” selbst bleibt kaum in den Ohren hängen.

C.S.: Nach den 12 Songs denkt man, dass man aus 2 oder 3 Songs einen hätte machen können. Ist irgendwie noch im Proberaumstatus, was bei manch einem gut klingt, kommt hier etwas unausgereift und schnellschussig rüber. 3 Punkte für die Mühe.

S.K.: Eine weitere Band die sich dem, ich nenne es mal Metalcore, verschrieben hat. Kommt Live bei ganz kleinen JUZ-Konzerten vielleicht ganz gut. Klingt alles noch nicht ausgereift, halbfertig, langweilig und eintönig. Sound lässt auch eher nach einer besseren Proberaumaufnahme vermuten…

T.L.: Viel hängen bleibt nicht unbedingt. Monoton plätschert das Debüt der Bayern daher, nach der Hälfte ist bereits die Luft raus. Dabei hat „85“ nicht mal eine Spielzeit von 40 Minuten…

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