Das nächste Kreuzfeuer steht in den Startlöchern. Wie immer wurden 7 Alben aus verschiedenen Metalbereichen ausgewählt und diese durften sich dann dem Kreuzfeuer der Redaktion stellen.

Diesmal mit dabei: Diamond Chazer, Dreams In Fragments, Ereb Altor, Evulse, Golgata, Oblivion Beach und Ysgaroth.

Und gewonnen hat: Ereb Altor!

Caro T.Kai W.Maurice K.Tom L.
Ereb Altor44,5353,5
Evulse3,753,5344,5
Ysgaroth3,52435
Diamond Chazer3,134143,5
Golgata34323
Dreams In Fragments2,633,5223
Oblivion Beach2,633,5322

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Bewertungen sehen und per Link gelagt ihr zu den entsprechenden Bandcamp-Seiten. Viel Spaß!

Ereb Altor – Eldens Boning

C.T.: Eine Band, die seit Jahren ein Garant für gute Platten ist. Ich mag solche Viking-Metal-Klänge und auch bei „Elendes Boning“ werde ich nicht nur einmal reinhören.

K.W.: Folk lastiger Viking Metal. Hat gute Momente, aber insgesamt gibt die Mini-LP bei nur 4 Songs zu wenig her, um sich eine abschließende Meinung zu bilden. Zumal jeder der 4 Songs eine andere Richtung einschlägt.

M.K.: Fängt mich total ein, und das trotz all der Vorurteile, welche sich nach dem Lesen der Bandbio ergeben haben. Zögert man zunächst noch bei den ersten 1-2 Riffs, so ist man spätestens bei der vier Minuten Marke des Openers voll drin. Da hat sich einiges getan seit 2017.

T.L.: Mit Symphonic Metal ist man bei mir generell eher an der falschen Adresse. Trotz reichlich Klischee können Ereb Altor aber dennoch zumindest ein bisschen überzeugen.

Evulse – Pustulant Spawn

C.T.: Düsterer Death, ganz gut gemacht nur nicht bahnbrechend.

K.W.: Nettes Death Metal Brett. Aber auch hier reichen 4 Songs mit 13 Minuten kaum um sich irgendwie ein finales Fazit zu bilden. Tut nicht weh, reißt aber auch nicht überdurchschnittlich vom Hocker.

M.K.: Roh und dreckig spielt sich diese Death Truppe in mein Herz. Auch wenn es gesanglich etwas eintönig wirkt, so holt die Instrumentalabteilung alles raus und nimmt einen mit durch eine Reise sämtlicher Geschwindigkeiten.

T.L.: Rohes Death-Demo-Geprügel wie es sein sollte!

Ysgaroth – Storm Over A Black Sea

C.T.: Auch wenn ich sonst ein großer Fan von Black Thrash bin, ist mir das hier zu wüst und quietschig.

K.W.: Ohja. Sehr kurzweiliges Black Metal Album mit bisweilen mutigen Arrangements, die aber nie „übers Ziel hinaus“ schießen. Da geht gut die Post, gefällt mir ausgesprochen gut.

M.K.: Keine leichte Kost. Ein zunächst sehr gefälliger Einstieg lässt auf vieles Hoffen, wird dann aber gleich mit dem ersten Riff zerstört. Musikalisch kann man keinerlei Vorwürfe machen, der Gesang ist schwankend zwischen überflüssig und störend. Und doch hört man öfter als gedacht den Gitarren zu.

T.L.: Sehr eigenwilliger Stilmix aus Black, Death und Thrash mit ein paar Avantgarde-Einlagen. Gefällt!

Diamond Chazer – Chasing Diamonds

C.T.: Hier trifft Edguy auf Judas Priest und wirklich neues hat man hier nicht. Aber es ist stimmig und macht Spaß zu hören, was soll daran schlecht sein?

K.W.: Puh. Stilistisch eigentlich ganz gefälliger Heavy Metal. Aber nicht nur viel zu glatt und platt produziert, sondern je öfter man es hört auch belanglos vorgetragen. Vor allem vocaltechnisch an Langeweile kaum zu überbieten :x

M.K.: Klar kann man über die mangelnde Soundqualität und berechenbares Songwriting maulen. Aber dennoch macht es einfach Klick hier…. Die Kolumbianer wissen einfach, zu vermitteln.

T.L.: Klassischer Heavy Metal in allen Belangen. Leider mit einer etwas flachen Stimme.

Golgata-Tempel

C.T.: Mystisch und oldschooliges, dachte nicht selten an Ancient. Die Scheibe kann man sich getrost mehrmals anhören.

K.W.: Klassischer nordischer Black Metal. Kann man nicht viel falsch machen.

M.K.: Trotz des passenden Wetters und anstehenden Herbstes kommt nicht ausreichend Melancholie auf, als dass man sich hier einlassen gehen kann. Irgendwie schade und ggf. auch nur im falschen Moment erwischt.

T.L.: Rauscht nebenbei durch. Mit ordentlich Blastbeats. Haut mich aber jetzt auch nicht um.

Dreams In Fragments – When Echoes Fades

C.T.: Das kann ich mir richtig gut auf dem Mera Luna vorstellen und dürfte Goth Fans auch glücklich stimmen, die nicht unbedingt metallische Klänge brauchen. Positiv ist die Stimme der Dame hervorzuheben

K.W.: Female Fronted … warum man das immer gleich in der Stilbeschreibung hervorheben muss. Entweder ist was gut, oder nicht. Das hier ist eigentlich ganz okay. Recht symphonisch und stimmungsvoll – wenn nur die seltsamen Electro Anteile mitten in den Songs nicht wären.

M.K.: Im Symphonic… Entschuldigung.. Melodic Dark Metal ist halt alles gesagt. Das Prinzip wird nicht erneuert und auch sonst kommt wenig Frisches zustande. Auch hätte es beim Knurren des Konterparts im Gesang bleiben sollen.

T.L.: Ganz okay, aber da greife ich dann doch lieber zu Nightwish…

Oblivion Beach – Cold River Spell

C.T.: Sehr psychedelisch, durch die Frauenstimme aber irgendwie auch harmonisch. Hat was.

K.W.: Schwierig, insgesamt sehr stimmungsvoll, groovig und atmosphärisch. Vor allem aber eine gute Sängerin. Aber es fehlt dennoch etwas das am Ende „hängen bleibt“.

M.K.: Hat seine Momente, aber es ist völlig unklar, wo es hingehen soll. Einige starke Brüche im Songwriting stoßen ebenfalls auf.

T.L.: Sehr anstrengender Doom. Da reißt mein Geduldsfaden nach wenigen Takten.