Fünf Alben wurden willkürlich ausgewählt, um sich dem Kreuzfeuer der Redaktion zu stellen. Jeder Schreiber sollte sich das Album ein Mal anhören und danach seine Meinung in einem Satz formulieren und Punkte vergeben. In dieser Ausgabe wurden wir dabei von Jens Basten, bekannt durch Bands wie Gloryful und und Night In Gales. Diesen Monat wurden dabei die Blackened-Death-Metaller Against The Plagues, die Death Metaller Corporphremia, die Doom Metaller Curse The Sun, die Thrasher Curse The Son und die Merging-Black-Metaller Wall Of Water genauer unter die Lupe genommen.

Und gewonnen hat: Against The Plagues

Im weiteren Verlauf könnt ihr die einzelnen Wertungen und Meinungen nachlesen und wenn ihr auf die Bandnamen klickt, dann werdet ihr zur jeweiligen Bandcamp- oder Webseite weitergeleitet. Viel Spaß ?

top 5

Against The Plagues – Purified Through Devastation

C.T.: Irgendwie nichtssagend und geht am Thema Behemoth vorbei. Immerhin der Sound ist gut!
K.K.: Schöne Einstimmung auf dem Soundcheck diesen Monat! Death Metal mit kräftiger Black Schlagseite. Beginnt gut, hört gut auf und überzeugt dazwischen.
K.W.: Einfach Mächtig. Punkt.
M.B.: Zwischendurch gibt es ein paar nette Ideen
M.S.: Grundsätzlich nicht übel, aber das endlose „Gehämmer“ in den ersten Tracks gibt einem das Gefühl man sitze neben einer Baustelle.
K.Z.: Definitiv die richtig gute Art von dissonant, unordentlich und chaotisch; mehr davon!
O.S.: Perfekt zum Abgehen, sauber produziert, abwechslungsreich. Was will man mehr, wenns um Melodic Death Metal geht?
S.C.: Melodic black/death dem es bis auf wenige Ausnahmen an Innovation und Ideen fehlt.
A.H.: Energie für die Ohren! Brutal, ausgereift und stark geladen!
J.B.: Super Band aus den Staaten. Das ist genau die Art von Death Metal den ich bis heute gern höre. Also im Style Morbid Angels, Nocturnus, Amon, Hate Eternal etc.. Gute Mucker, schönes Drumming und coole Soli. Deren Musik Videos sind auch sehr gut wie ich sah. Schön schnell und straight auf die Fresse. Und vor allem schön evil und okkult, hehe. Man muss bei so einer Musik wenn man es hört wenigstens entfernt glauben können, das die allesamt verrückt sind und dem Satan verfallen. Und den Eindruck hat man wenn man ATP hört. Mein pers. Crossfire-King. Deren Gitarrist Aaron hatte sich übrigens vor ein paar Jahren als Die-Hard Night In Gales Fan geoutet und ist seidher mit mir in regelmäßigem Kontakt. Ein cooler Typ. Ich habe ihm kürzlich gefragt ob er ein Solo auf der neuen NIG Scheibe einspielen will. Er hat Ja gesagt.

Defiatory – Extinct

C.T.: Gut und starke Stimme! Haut rein!
K.K.: Thrash mit Ohrwurmpotential! Coole, solide Scheibe aber kein Ausnahmealbum.
K.W.: Solides Thrash Handwerk. Zwar etwas zu wenig um längerfristig Eindruck zu hinterlassen, aber alle mal gut genug um kopfnickendes Wohlwollen hervorzurufen.
M.B.: Thrash-Metal der eindeutig härteren, modernern Spielart. Das Album hat ein paar flotte Refrains auf Lager!
M.S.: Erste Sahne Thrash aus Schweden….Wenn man genauer hinhört stellt man fest, dass die Jungs keine blutigen Anfänger sind, was man natürlich auch nachlesen kann….
K.Z.: Netter 0815-Thrash nach altbewährtem Rezept, der jetzt nicht unbedingt vom Hocker haut, aber einfach funktioniert.
O.S.: Starkes Debüt, das aber keine neuen Maßstäbe in Sachen Thrash Metal bringt.
S.C.: Durchschnittlicher Thrash der abgedroschen wirkt
A.H.: Es stört nichts, aber es bleibt auch nichts – solide für Zwischendurch!
J.B.: Thrash! Das ist sofort klar. Gefällt mir, ui jetzt kommt ein Blast Beat, passt! Hoffe da kommt kein cleaner Chorus gleich.. Puh – Schwein gehabt, haha. Gefällt mir echt gut. Werde die Scheibe sicher nochmal anmachen die Tage. Komen bestimmt aus Deutschland oder Schweden, ne? Nee, echt ganz gut und erinnert an Testament (vor allem die Vocal- Phrasierungen) auf deren experimentellen Alben. Für meinen Geschmack kann es noch was mehr aufs Gas gehen bei so einem US-Thrash. Mochte immer Atrophy, Sacred Reich, Devastation, Sadus und Demolition Hammer gern hören.

Wall Of Water – Wall Of Water

C.T.: Alles zusammengemerged und dabei ordentlich geklaut … Eher Wall of Doof
K.K.: Atmosphärischen und progressiven Black Metal bieten Wall Of Water. Für diese Art von Leiden muss man in der Stimmung sein! Interessant für alle, die es düster und komplex mögen. Gefällt mir!
K.W.: Interessant. Nee, wirklich jetzt. Lässt sich ganz schlecht beschreiben, begrenzen und benoten. Aber „Interessant“ triffts.
M.B.: Sehr vielseitiger Black Metal: Rawness, Wut, cleane Passagen, Ambient-Parts und sogar Punk-Einflüsse kann man hören. Sehr Verheißungsvoll!
M.S.: Ist mir zu wirr und ein zu grosses Misch-Masch. Das Album hat sicherlich gute Ansätze die sich aber leider nicht durchziehen.
K.Z.: Etwas abgespaced, aber durchaus interessant, könnte man denken – aber dann kommen die Core-Einflüsse um die Ecke und Fluchtgedanken machen sich breit.
O.S.: Interessant, aber zu verspielt. Ein wenig Geradlinigkeit hätte dem Ganzen gut zu Gesicht gestanden.
S.C.: Interessant was 2 Akteure auf die Beine stellen, schnelle Parts, rockige Sequenzen, mystische Klänge, beklemmend hypnotische Gitarrenseiten, Geschrei, Gekeife, Sprechgesang = sehr hörenswerte Mischung die den Hörer eintauchen lässt.
A.H.: Experimentell und interessant – ein psychedelisch zerzaustes Metal-Potpourri!
J.B.: Suicide BM? Das muss das sein, schon viel von gehört. Aber es halt nicht selbst nie gehört. Im ersten Song das Gitarrensolo bei 4:30 ist aber wohl ein schlechter Witz, oder? Hahaha wie krass. Da haben die gerade die Instrumente getauscht oder einen durchgezogen, haha. Wie ist das denn zu lesen? Braucht man dazu eine Suicide-BM-Anleitung? Die haben auf jeden Falls früher auch alle In The Woods und Burzum gehört. Sehr krative Musiker denke ich. Steckt auf jeden Fall Potenzial drin. In „Clairevoyance“ drehen die nochmal auf und es wird interessant: Mir kommen Pan-Thy-Monium in den Sinn, Trompeten und Hardcore, gute Sache das, haha. Mir aber auch momentan zu anstrengend.

Curse The Son – Isolator

C.T.: Ansätze mögen vielleicht vorhanden sein, aber ich brauch jetzt ne Cola zum wach werden.
K.K.: Puh! Bei Doom höre ich eigentlich immer genauer hin. Aber Curse The Son kommen uninspiriert daher, klauen hier und da ein bisschen, mischen den Kram ohne eigene Ideen und heraus kommt ein fader Brei, der keinen anhaltenden Eindruck hinterlassen kann.
K.W.: Wer immer denkt „Doom Metal“ wäre gleichbedeutend mit „langweilig“ hat dieses Vorurteil wohl Platten wie dieser hier zu verdanken. Wird mal wieder Zeit für nen geiles Doom Album um das zu widerlegen. Dieses hier ist keins.
M.B.: Schwere Riffs und starker Gesang: Ein perfekter Retro-Cocktail!
M.S.: Interessante Sache! Doom mit sehr vielen anderen Einflüssen wie Jazz. Die Vocals lassen ein bisschen zu wünschen übrig…
K.Z.: Irgendwas zwischen lahmarschig, wehleidig und „das braucht kein Mensch“, obwohl die Ozzy-Vocals wohl positiv zu erwähnen sind.
O.S.: Eine der interessantesten Bands dieses Jahres. Mitreißend und spannend, einfach z urücklehnen und mit nem Whisky in der Hand genießen.
S.C.: Coole groovige Mucke mit doomigen Parts. Der Gesang erinnert an wenig an Ozzy.
A.H.: Deftig schürfendes Stoner-Menü – da tropft der Zahn!
J.B.: Das ist also so eine neue Doom Metal Combo. Ich finde den Gitarrensound per Kopfhörer s chon zu aufdringlich und laut. Pentagram und Sabbath hatten das nicht nötig so übertrieben ran zu gehen. Aber ich finde es echt ganz gut. Würde ich mir Live auch ansehen und nicht direkt raus gehen. Oh jetzt kommt gerade ein Alice In Chains – Gesangshook: ganz cool. Dann direkt Ozzy am Mic, aber auch gut gemacht. Der letzte Song erinnert mich etwas an die grorreichen Iron Man, deren „Black Knight“ habe ich absolut totgedudelt in meinem CD-Schacht. Jetzt klingt der Song plötzlich nach Saint Vitus, haha. Aber sorry, auch wenn die Platte hier bestimmt super cool ist: mich nervt dieser ganz Okkult-Doom-Hippie-Stoner Trend total an. Ich halt mich lieber geschlossen. Irgendwas braucht man ja zum Vermarkten, sonst kommt nix in die Kassen, gell?

Corprophemia- Abhorrogenesis

C.T.: Grunz, Keyboards, Grunz, Keyboards … ähm, nein!
K.K.: Oh nee, das ist mir zu modern. Die ersten 1-2 Songs fand ich noch ganz okay, aber das komplette Album geht mir nur noch auf die Nerven. Habe ich nicht irgendwo was von technical brutal Death gelesen? Unter der Bezeichnung hätte ich mir was anderes vorgestellt. Vielleicht bin ich auch nur zu alt für diesen Scheiß…
K.W.: Ist  mir persönlich etwas zu unspannend, bzw bei den technischen Finessen die das Ganze eigentlich spannend machen sollten geht mir keiner ab. Ansonsten solides Geprügel.
M.B.: Zusammengefrickelte Scheibe ohne Höhepunkte!
M.S.: Hell YEAH!!!!!! Brutal, kann man nur noch sagen. Das perfekte Album wenn man mit dem Chef sauer ist.
K.Z.: Da sich rein gar nichts voneinander abhebt, klingt das Ganze wie ein einziger Song, aber die Platte haut insgesamt wenigstens rein.

O.S.: Kompromissloser Death Metal, der es ein wenig an Esprit und Abwechslung fehlen lässt.
S.C.: Die Feinabstimmung und Struktur fehlen
A.H.: Kennt man eins, kennt man alle – Viel Lärm um nichts.
J.B.: Nie gehört von der Combo. Wo kommen die her? Ich google jetzt nicht. Bin ehrlich, kenn ich nicht. Dieser Stil geht mir aber eigentlich mit fortschreitendem Alter eher auf den Senkel. Ich habe mir seinerzeit bei Bloodred Bacteria und Deadsoil wohl eine Art Überdosis dieses Sounds gegeben. Wir haben ja ständig mit Deathcore-Bands gespielt. Gut das hier ist jetzt Tech-Slam, aber das ist auch nicht so meins. Mir im Moment halt etwas zu hektisch und anstrengend durchzuhören. War bis gerade arbeiten, haha. Obwohl es ist natürlich gut gemachte Musik ist und so. Gut gezockt. Kein Einheitsbrei. Aber halt sehr viele Riffs, Tempi, usw. ich brauche gerade eher Weezer oder ELO, hahaha. Mich hats jetzt nicht vom Hocker. Ich weiss auch gar nicht was die jetzt wollen: Death Grind? Deathcore oder old- school Death Metal? Hmmm, bestimmt wollen die von jedem etwas, haha. Ich bin da eher für Stiltreue. Die Platten die ich am besten finde sind alle kein Crossover.