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Kreuzfeuer Oktober 2017

1 Oktober 2017

Es ist der 1. Oktober, das heißt: Kreuzfeuer-Zeit! Diesen Monat haben wir dafür auch einer Single-Auskopplung und einer Mini-Ep die Chance gegeben, um sich gegen Alben aus sämtlichen Metalgenren durchzusetzen. Ob es geklappt hat, erfahrt ihr gleich! Der Gewinner hat jedenfalls die höchste Gesamtwertung seit Beginn der Rubrik erreicht. Unterstützt wurden wir in dieser Ausgabe von Mike Klockner, Gitarrist und Sänger bei der Band I.M.Nail, welche ebenso bei unserem aktuellen Podcast vertreten ist. Folgende Bands stellten sich in diesem Monat dem Kreufeuer: Asagraum, Bloodlust, Dirty Machine, Divinity, Kultika, Mytherine und Pagan Altar.

Und gewonnen hat: Asagraum!

Im nachfolgenden Verlauf könnt ihr wie immer die einzelnen Bewertungen der jeweiligen Autoren durch lesen und per Klick gelangt ihr auf die Bandcampseiten. Viel Spaß!

Asagraum – Potestas Magicum

C.T.: Weibliche Form von Inquisition, wenn nicht sogar ein wenig düsterer 😉 Für ein Debüt gefällt es mir sehr gut, allerdings hoffe ich noch auf eine Weiterentwicklung auf den kommenden Scheiben . Diese CD wird jedenfalls gekauft!

K.K.: Ein 2-Frauen-Black-Metal-Projekt. Old-School, hat Atmosphäre und wirklich schöne Ideen. An manchen Stellen nicht so ganz ausgereift, finde ich. Aber der positive Eindruck überwiegt. Der Sound ist sicher Geschmackssache und Vocals sind recht dünn.

K.W.: Atmosphärisch dichter Black Metal, der mir ausgesprochen zusagt. Und ich schwöre, dass das bereits so war, bevor ich festgestellt habe das es sich hier um eine 2-Female-Only-Combo handelt.

M.B.: Starkes Debüt!

O.S.: Solide, nicht herausragend, aber definitiv etwas für kalte, verregnete Abende.

M.K.: Anständig, aber unauffällig. Die Gitarrenarbeit erinnert stellenweise an Melechesh, aber die Grundstimmung passt nicht dazu.

C.W.: Hin und wieder ein bisschen monoton, aber dennoch wurde hier eine weitere gelungene Opfergabe für den Black Metal-Altar geschaffen!

S.B.: Frühe Immortal treffen Inquisition zur solider 90er-Black-Metal-Party, das herausstechendste bleibt aber das Attribut „all female“.

S.S.: Vielschichter BM ohne sinnloses Geballere, mit vielen tollen Instrumental-Parts.

C.S.: Dunkelschöner Black Metal der alten Schule, der einen in einer finsteren Atmosphäre schwelgen lässt, unaufdringlich eindringliches Debüt der beiden Damen. Gefällt sofort auf den 1. Blick und darf gern öfter rotieren! Tipp!

S.K. : Feinster satanistischer Old-School-Black-Metal in der Kerbe von alten Emperor, Satyricon und Konsorten aber trotzdem frisch klingend…Album direkt vorbestellt (VÖ 13.10.2017)! Mein Highlight von den Top 7 diesen Monat 🙂 Und nicht nur weil Frauen an den Instrumenten zocken…

Mi.K.: Technisch gut und atmosphärisch dicht gemacht von den beiden Damen. Auf Dauer aber doch zu einseitig und ohne wirkliche Highlights. Schade, Potential ist da, aber man erreicht nicht die individuelle Klasse früherer Werke der Paten Emperor oder Immortal. Hervorzuheben ist die ungewöhnlich dichte und zeitgemäße Produktion dieser doch traditionellen Black Metal Scheibe. Rau aber dennoch sauber!

Pagan Altar – The Room Of Shadows

C.T.: Na huch, nach anfänglicher Skepsis spielt sich diese Kombi aus Doom und Heavy Metal doch glatt in mein Ohr. Kein Album, was ich immer hören würde, aber es hat definitiv was.

K.K.: Zu Pagan Altar muss man wohl nichts sagen. Nach dem Tod von Terry Jones bestimmt die letzte Scheibe. Guter, doomiger Rock.

K.W.: Solide, aber im Grunde zu harmlos. Stört nicht, aber hängen bleibt auch nix.

M.B.: In die wollte ich schon lange mal reinhören! Wirklich eine Speerspitze im Heavy- beziehungsweise Doom-Bereich mit schön markanten Vocals.

O.S.: Zieht sich zäh durch die Songs. Da hilft es auch nichts, dass sie Pioniere sind. Zu viel Gedudel und Schmalzmelodien.

M.K.: Plätschert halt so vor sich hin. Ich war ganz schön produktiv während das lief. Tut nicht weh, wenn’s läuft. Bleibt aber auch sicherlich nicht in Erinnerung.

C.W.: Unerträgliches Gequake, dass der Sänger da von sich gibt; könnte man vielleicht am ehesten als Krötenklampferei bezeichnen.

S.B.: Heavy Doomrock, der nicht nur dank der „Stimme aus dem Jenseits“ oft des Erpels Pelle kraus werden lässt. Mächtig.

S.S.: Fast wie zu Lords Of Hypocrisy Zeiten!

C.S.: Einfach ein wunderbares, würdiges Vermächtnis einer Band, die es schon seit 1978 gibt. Mit Terry Jones am Mikro, der 2015 starb, entstand das letzte Studioalbum, dieser großartigen und einzigartigen Band. Kerzen und Taschentücher bereithalten!

S.K. Alte Band aber feinster NWOBHM mit einem ordentlichem Einschlag Doom und, hmm, würde sagen Classic Rock! Gefällt mir überraschenderweise extremst gut.

Mi.K.: Rockt ganz gut! Traditioneller Heavy Rock, der sehr erdig, zeitgleich aber auch frisch daher kommt.  Eigenständige Stimme mit psychedelischem „Ozzy-like“ Touch. Hätte mir etwas mehr Abwechslung der Songs zueinander gewünscht und an catchy Refrains fehlt es mir leider auch.

Divinty – The Immortalist

C.T.: Noch so ein Ding, was einfach belanglos ist und mir meine Zeit raubt.

K.K.: Also musikalisch finde ich Divinity gut und den Sound auch, aber die Vocals gehen mir streckenweise ganz fürchterlich auf die Nerven. Schwierig zu bewerten.

K.W.: ziemlich cooles zeug eigentlich. Mir auf die Dauer aber etwas zu abwechslungsreich.

M.B.: So Solide und interessant wie ein Beton-Fundament.

O.S.: Strikt gerade heraus. Hier wird es an keiner Stelle langweilig. Aber warum schmeißen DIVINITY nur aufgewärmte Songs auf diese Scheibe?

M.K.: Wow, die wissen was sie tun wollen und wie das richtig geht. Passiert ’ne Menge und ist sauber und flüssig verwoben. Mag manchem zu modern klingen, ich find’s extrem gut. DMT ist ein Brecher!

C.W.: So gefällt mir Death Metal: Progressiv, aggressiv, facettenreich und bis ins letzte Detail durchdacht! Vielleicht hätten Dirty Machine auch gern so geklungen.

S.B.: Melocore-Trash ( kein Schreibfehler), immerhin soundtechnisch kein Ausfall. Wem’s gefällt…

S.S.: Dieses Album bietet einige technisch sehr versierte Songs, bei denen vor allem die Drums hervorstechen. Allerdings ist die Compilation nicht durchgängig gut, es gibt tatsächlich einige Songs, bei denen man sich fragt, was das ganze soll.

C.S.: Irgendwann qualmt mir einfach nur der Kopf…

S.K. Eigentlich bin ich ja nicht so der Prog/Death Fan, aber das was Divinity hier auf dieser Compilation präsentieren sollte man sich gerne mal anhören, bevor man sich alle Alben und EPs kauft…Ein guter Querschnitt ihres Schaffens!

Mi.K.: Der Sound drückt gut was weg. Technischer Prog-Death mit doppelt besetzten Vocals, der teils an Strapping Young Lad oder Periphery erinnert. Nichts was ich noch nicht gehört hätte, aber handwerklich sehr gut gemacht.

Mytherine – As Light Fades (Single)

C.T.: Irgendwie hatte ich die Band noch melodiöser in Erinnerung, macht aber nichts, auch so ist die Single ganz gut. Dennoch frag ich mich, ob das wirklich der Song schlechthin auf dem nächsten Album ist, denn dann bleibt es leider nur mittelmäßig und für eine Single haut es mich zu wenig um.

K.K.: Es ist kein Geheimnis, dass ich die „Dawn Of A New Era“ mag. Der Song macht Lust auf das kommende Album!

K.W.: Holla. Ich fand die älteren Sachen schon geil. Der Song hier packt nochma ’ne Schippe drauf. Sehr geil. Nur leider eben nur 1 Song. Eine Bewertung ist daher vielleicht etwas unfair. Ein ganzes Album auf dem Niveau wären zweifellos 5 oder 6 Punkte.

M.B.: Zu gewöhnlich. Hier würde ich einem Longplayer keine Chance geben!

O.S.: Single-Auskopplungen im Metal in unserer heutigen Zeit? Warum nicht. Klassisches Songwriting, top umgesetzt. Man kommt nicht umhin mitzuwippen.

M.K.: Persönlich befangen und dann nur ein Stück zum Review, mehr kann ich nicht geben, auch wenn ich möchte.

C.W.: Leider handelt es sich hier nur um einen einzelnen Song, aber der hat durchaus Potential.

S.B.: Nicht alle Singles machen an, diese hier jedenfalls mit ihrem eintönigen Melo-Death nicht.

S.S.: 08/15-Melodic-Death-Metal-Geschrammel.

C.S.: Nur ein Song! Kann ich so nicht wirklich werten, ansonsten ziemlich belanglos, Richtung Amon Amarth, packt mich aber nicht, weil alles schon mal gehört.

S.K. Leider nur ein Song von den Berliner Melodic-Deathern. Fetzt aber ungemein und riecht stark nach mehr! Ballernde Drums und ordentlich melodische Gitarrenläufe…Insgesamt rundes Bild!

Mi.K.: Echt jetzt??? Nee Freunde, wir haben 2017! Da muss in diesem Genre in jeder Hinsicht mehr kommen, sorry.

Kultika – Pursuance

C.T.: Hat was verträumtes, aber mir insgesamt einfach zu lahm, so dass ich selbst bei gerade mal zwei Songs schon gelangweilt bin.

K.K.: Manchmal bin ich in der Stimmung für emotionale, ruhige Musik. Die zwei Songs dieser EP klingen aber einfach nur wie ultralange Intros. Ist nicht schlecht, zündet aber auch nicht

K.W.: Was beim ersten Track noch zündet, wird bei Song Nummer zwei doch recht schnell lahm.

Coole Stimmung, lässt mich aber auch anhand der nur 2 Songs etwas ratlos zurück. Ein komplettes Album wie Track 1 wäre mächtig. Eins wie Track 2 wäre langweilig.

M.B.: Schön melancholischer Post Metal. Da lohnt es sich sicher auch in ein Album reinzuhören!

O.S.: Hachja, was ist das Leben hart. Schöne Texte, schöne Stimme, mehr davon.

M.K.: Eine angenehme Überraschung, aber nach zwei (so unterschiedlichen) Stücken lässt sich keine Prognose auf die Musik herleiten. Aber da könnte sich großes ankündigen.

C.W.: Krachfaschisten können gleich wieder weghören, aber wer sich ´“Pursuance“ einlässt, wird mit schöner Musik belohnt und kann gespannt das kommende Full-Length-Album erwarten.

S.B.: Postiger Genremix, der sich erfreulicherweise der anfänglichen Plätscherei entledigt nur um sie wieder aufzugabeln und mich dann doch müde zu machen.

S.S.: Der erste Song ist schön atmosphärisch und düster, der zweite hingegen schnulziges Singer-Songwriter-Geheule.

C.S.: Sehr atmosphärische Songs, da werde ich mit Sicherheit ins bald erscheinende 2. Album reinhören.

S.K. Aha, das ist Post-Metal? Pure Langeweile ist das im Moment für mich…Muss man schon ziemlich Down sein um sich das zu geben…Vielleicht wenn man Liebeskummer hat? Zwei Songs nur für die gaaaaanz ruhigen Momente im Leben. Immerhin kommt der erste Song so ab 6:45 richtig in Fahrt!

Mi.K.: Kultig finde ich das leider nicht. Gute cleane Stimme zu flachem Geplätscher. Geht mir nicht unter die Haut.

Bloodlust – At The Devil’s Left Hand

C.T.: Könnte besser produziert sein, dann würde es insgesamt runder wirken und wäre eine schöne Black-Thrash-Scheibe.

K.K.: Old School Black/Thrash. Ganz gut, haut mich aber nicht vom Hocker. Stört aber auch nicht.

K.W.: Old-School Holper-Räuden Thrash Metal. Holt mich jetzt nich so ab, obwohl’s schon irgendwie Spaß macht.

M.B.: Es ist alles da: Riffs, Gebolze und Speed! Die eingestreuten Death-Metal-Vocals geben dazu noch das gewisse Etwas!

O.S.: Durchaus interessante Mischung, die nichtsdestotrotz nicht mitreißt und überzeugt. Ein wenig mehr Kreativität, ist nämlich leider zu vorhersehbar.

M.K.: Achterbahn, zunächst nicht gelungene Mischung zweier Genres, dann stellte sich doch Begeisterung und aktives Mitwippen ein, um dann doch gegen Ende wieder unauffällig im Hintergrund zu plätschern.

C.W.: So ganz wird Thrash wohl nie mein Genre werden, aber hier haben wir endlich mal eine in jeder Hinsicht abwechslungsreiche Scheibe mit ordentlich Wums dahinter!

S.B.: Eigentlich ganz geiles Blackthrash-Gerödel, wäre nur der Sound nicht so klapperdürr.

S.S.: Langweiliges Gedröhne!

C.S.: Fällt unter die Kategorie: Braucht man das, wieso ist der Sound so quarkig und dumpf (ah, Kassette!) und wo ist mein Bier? Zieht sich leider ziemlich hin, ab Titel 5 fallen mir die Augen zu….Highlight sind die Vocals.

S.K. Black/Thrash aus Australien, liest sich vielversprechend…Aber wegen dem Sound direkt Abzüge und ansonsten habe ich aus der Kerbe schon weitaus besseres gehört. Schade eigentlich!

Mi.K.: X-tes Oldschool Thrash/Black Plagiat. Lächerliche Texte zu belanglosem Riffing und dummem Gekloppe. Die unterirdisch überproduzierte Kick und die künstlich auf „Evil komm raus“ getrimmten Vocals  pushen den Nervfaktor ins Unerträgliche.

Dirty Machine – Discord

C.T.: Nee , nee. Damit werd‘ ich nicht warm. Einen Punkt gibt es für die verschiedenen Stimmen, aber mehr geht da nicht. Schon gar nicht bei dem Gerappe… argh!

K.K.: Nun… äh… Nein, danke! Echt nicht meins! Aber irgendjemand muss ja auch Musik für Nu Metal Fans machen…

K.W.: Solide und fett produziert. Ich aber im Leben keinen Frieden mehr mit Nu-metal machen. Ich bin halt dogmatischer Metal Purist und das hier sehe ich als Bedrohung meiner Existenz 🙂

M.B.: Klingen ein bisschen wie 90er Slipknot, aber ohne Eingängigkeit und Wut im Bauch

O.S.: Uninspiriert und zu gewollt. Die Jungs sollten es etwas lockerer angehen, dann klappt es vielleicht auch mit dem Funken, der hier nicht überspringen will.

M.K.: Ja ist denn wieder 1998? In ihrem Genre absolut vertraut und gut aufbereitet. Hätte vor 20 Jahren sogar zünden können. Heutzutage kommt also auch Old-School-New-Metal zurück…

C.W.: Wer nichts anderes tut, als seine Vorbilder sowohl akustisch als auch optisch zu kopieren, verdient dafür NU(r) eine Durchfall-Wertung.

S.B.: Rap. Nu. Groove. Würg

S.S.: Groovy, klingt aber wie all die bekannten Nu-Metal-Vertreter auch.

C.S.: Für Genrefans des Nu-Metal a la Sevendust, Slipknot mit einer Prise Rap ist es eine tatsächlich gute Scheibe und durchaus hörenswert.

S.K. „For Fans of SLIPKNOT, LIMP BIZKIT, KORN, LINKIN PARK, MUDVAYNE“ steht auffem Werbeflyer, und genau das ist es auch. Absolut nichts für mich, sorry! Schaffe ich ehrlich gesagt nicht mal ganz zu hören…Schrecklich!

Mi.K.: Nu Metal der alle Klischees des Genres abfrühstückt, aber leider auch nichts Neues zu bieten hat. Ok gemacht aber hängt seiner Zeit hinterher. Das Gescratche und die Samples wirken teils aufgesetzt und hätte man nicht wirklich gebraucht.

 

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