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Kreuzfeuer Juni 2017

1 Juni 2017

Genau vor einem Jahr starteten wir mit unserer Kolumne „Kreuzfeuer“. Damals noch mit jeweils fünf Tonträger, doch nun sind es mittlerweile sieben Alben die jeden Monat willkürlich ausgewählt wurden, um sich dem Kreuzfeuer der Redaktion zu stellen. Zum Jubiläum haben wir es auch wieder geschafft, einen Musiker mit an die Seite zu ziehen. Diesen Monat wurden wir dabei von J.K. , Sänger von Grabak, unterstützt.

Diesmal gab es einen Mix aus Black, Death, Prog, Thrash und Doom vertreten durch Bands wie Bewitcher, Funeral Baptism, Gothic, Krepitus, Loathfinder, The Vomiting Dinosaurs und Woodhawk.

Und gewonnen hat: Bewitcher!

Und nun könnt ihr euch wie immer die Comments der einzelnen Redakteure durchlesen und wenn ihr mehr zur Band erfahren und hören wollt, so klickt einfach auf den jeweiligen Albumlink. Viel Spaß dabei.

Bewitcher – Bewitcher

C.T.: Schönes Black-Thrash-Ding inklusiver 80er Jahre Horrorfilm-Intro!

K.K.: Bewitcher machen sofort Laune! Ihr Speed Thrash klingt sehr old school, ohne dabei angestaubt zu wirken. Autofahrerspaßmusik!

K.W.: Zeitsprung in die 80er. Als Venom erstmals mit dem Begriff „Black Metal“ hausierten. Genauso klingts. Irgendwie Black Metal, aber musikalisch mehr Rock’n Roll als alles andere.

M.B.: Das fetzt unheimlich!

M.S.: Geil! fühl mich gleich wieder wie 20ig! ….Nur das Intro ist lästig, ansonsten ganz angenehmer Speed.

K.Z.: Die Grundstimmung passt und rüttelt jeden müden Geist wieder wach, allerdings fehlt noch das gewisse Etwas.

C.W.: In musikalischer Hinsicht wirklich Top-Trash, der lediglich an zu wenig Abwechslung krankt.

C.S.: Feine gemischte Oldschoolgeschichte, mit Zutaten von Thrash bis Black mit einer Prise Groove, macht Spaß!

S.S.: Solider Oldschool Black Speed, der etwas mehr Abwechslung vertragen
könnte!

J.K.: Folgt man dem Promotext haben die Jungs aus Oregon mächtig Eier, die sie ohne zu zögern in ihrer Pfanne aus einer Art Neo-Thrash Metal(l) zu Omelette verarbeiten würden. Spielerisch auf hohem Niveau – für meinen Geschmack etwas zu spielerisch – hinterlässt das musikalische Rührei jedoch einen komischen Nachgeschmack und ich bevorzuge weiterhin das schwedische Original BEWITCHED

Loathfinder – The Great Tired Ones

C.T.: Nein, klappt leider nicht aus der klassischen Doom-Monotonie hervorzustechen, auch wenn der „Black“-Touch ganz nett ist.

K.K.: Schön düster und schwermütig! Der atmosphärische Titeltrack ist geradezu hypnotisch. Mehr davon! Doom Fans sollten sich Loathfinder merken!

K.W.: Sehr nice. whoooo. Blackened Doom triffts in der Tat. Packend. Böse. langsam walzend. OMFS (Oh my fucking satan) wie geil. Wirklich MÄCHTIG.

M.B.: Belanglos!

M.S.: Yep! Doom der kracht…

K.Z.: Bei Loathfinder gibt es zunächst wenig bis nichts zu meckern, mit der zähen Langatmigkeit werden aber wohl nur Genrefans des Blackened Doom wirklich etwas anfangen können.

C.W.: Lustige Anspielung, wenn man Doom gern mal belächelt und eine Schwaäche für H.P. Lovecraft hat; musikalisch kommt die Band gar nicht mal so müde daher wie viele ihrer Genre-Kollegen.

C.S.: Polnischer Verwesungsgeruch voller Hass wabert durch die Hallen. Das Cover hält das, was es verspricht: Modernder Schwarz-Doom!

S.S.: Ungewöhnlich, gefällt mir!

J.K: „WINTER haben ein neues Album…?“, war mein erster Gedanke, denn die ultra langsamen Downtune Songs versprühen durchaus den Charme der Doom-Pioniere. Für Freunde dieses Genres empfehlenswert.

Funeral Baptism – Gate

C.T.: Schöner Black-Metal-Quickie mit Höhepunkten.

K.K.: Kurz und schmerzlos! Drei Songs zuzüglich Intro ist recht wenig für eine Wertung. Ganz nett, würde ich sagen, wenn man Black Metal als nett bezeichnen dürfte.

K.W.: Black Metal. Vornehmlich schnell. Ums es besser einzuschätzen sind die 3 Songs mit knapp 8 Minuten Spielzeit leider zu wenig. Klingt aber nicht schlecht.

M.B.: Solide, aber unspektakulär.

M.S.: Nicht schlecht, aber auch nicht der Hammer…..

K.Z.: Durchaus groovige Rhythmen, denen es aber an Wiedererkennungsmerkmalen fehlt.

C.W.: Das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber die Jungs legen mit dieser EP den Grundstein, um sich einen festen Platz im Black Metal Underground zu erspielen.

C.S.: Schöner traditioneller BM, der sogar recht eingängig ist und gut ins Ohr geht, zwar recht kurz gehalten, aber zum Glück gibt’s bald mehr.

S.S.: Dreckiger Rumänen-BM, Top!

J.K.: Das sind 15 Minuten, die sich lohnen, Black Metal mit abwechslungsreichem Riffing und kalter Atmosphäre, ordentlich Speed am Schlagzeug UND interessanten Texten …passt!!!

Woodhawk – Beyond The Sun

C.T.: Läuft so vor sich hin, kann man nebenbei hören, aber das war es auch schon.

K.K.: Stoner halt – rockt! Ist ganz nett zu hören die Scheibe, mir persönlich aber etwas zu lasch.

K.W.: Mega Geiler Stoner, Doom, Rock’n Roll. Würd ich zwar eher nich in meine Metal Sammlung einsortieren, aber definitiv in die „Rockt wie Hölle“. Überalbum!

Das hat mich echt gepackt!

M.B.: Auf diesem Album ist kein Metal anzutreffen und dem Stoner-Rock-Erfolgsrezept fügt die Band auch nichts wesentlich Neues hinzu. Der geneigte retro-liebhabenden Metalhead sollte sich hier dran aber nicht sonderlich stören lassen.

M.S.: Ulkige Typen….nicht meine Richtung.

K.Z.: Auf wunderbare, mehr als nur gekonnte Art und Weise sind Woodhawk einfach absolut nichtssagend.

C.W.: Interessanter Rock, mit dem Stoner Freunde und Fans von Black Sabbath und Co. sicher auch Einiges anfangen können.

C.S.: Feinste Kräutermusik: Der Gesang und harmoniert wunderbar mit dem musikalischen Können der Jungs, mehr davon!

S.S.: Chilliger Stoner, geht gut rein, teilweise aber etwas monoton.

J.K.: Absolut nicht meine Musik, jedoch sind Songs, Struktur und Sound so gut, dass ich im Vergleich echt eine hohe Wertung abgeben muss.

The Vomiting Dinosaurs – Exoplanets

C.T.: Na und wo sind nun die kotzenden Dinos? Rhythmus ist gut, der Rest leider nicht so überragend und am Bandnamen vorbei.

K.K.: „Whorship the porcelain god“ war ja schon ganz spaßig. Und auch die neue EP gefällt mir. Ist aber deutlich zu kurz und der Sound könnte besser sein, wobei das zu dem grindigen Thrash Death irgendwie passt.

K.W.: Jo. Kann man machen. Sehr Crustcore lastig. Find ich gut, auch wenns nix weltbewegendes ist.

M.B.: Die EP kann selbst Death-Metal abgeneigten Hörern Lust auf einen Longplayer machen!

M.S.: Hmmmm…..nächste Band bitte!

K.Z.: Sympathische Gute-Laune-Musik, die herrlich vor sich hin grollt und dazu (ob man’s glaubt oder nicht) auch noch Konzept hat.

C.W.: Ein bisschen abgewandelt könnte daraus sehr interessanter schneller Punk werden, aber so ist es vornehmlich langweiliges Gekloppe.

C.S.: Das Intro ist schon mal herrlich. Was nehmen die Jungs, was ich nicht hab? Verrückte Scheibe, die ich mir sicher noch oft anhören werde.

S.S.: Stumpf, und das nicht auf die gute Art!

J.K.: Pah, was soll ich mit 15 Minuten Mucke, die mir absolut nichts gibt und jedes Lied irgendwie gleich klingt… 15 Minuten verschwendetes Tonband…oder Harddisk Space.. oder Zeit.

Krepitus – The Eyes Of The Soulless

C.T.: Ach Mensch, die Walze zu Beginn lässt so schnell nach, das man nur noch vom Gesang genervt ist und selbst spätere Impulse retten da nichts mehr.

K.K.: Für mich der Überflieger dieser sieben Scheiben! Der Thrash/Death von Krepitus bleibt sofort im Ohr. Reinhören!

K.W.: Mir persönlich zu viel. Zu viel von allem. Zudem sind entweder die MP3s schlecht, oder das Ganze ist deutlich zu überproduziert und scheppert nur noch, weil mans gern noch lauter haben wollte.

M.B.: Nicht mein Bier!

M.S.: Tempo, Riffs, Vocals kommen gut….Mittelmässiger bis guter Death Thrash.

K.Z.: Den würgenden Gesang und das corelastige Gebolze kann man mögen, muss man aber nicht und darüber täuschen auch die wenigen angenehmen Passagen nicht hinweg.

C.W.: Geskillter Death-Trash-Crossover, der anscheinend keine Gefangenen macht, etappenweise allerdings ziemlich eintönig wirkt.

C.S.: Man hört gute Ansätze, die Produktion ist jedoch ziemlich flach selbst über Kopfhörer. Das verdirbt den Spaß und irgendwann wird mir langweilig.

S.S.: Gesang eher mäßig, sonst aber ziemlich gut!

J.K. Ok, die Jungs präsentieren ihren Death Thrash musikalisch und kompositorisch absolut solide, jedoch fehlen mir persönlich etwas die Atmosphäre und ein paar Überraschungsmomente. Trotzdem hörenswert…

Gothic – Demons

C.T.: Es fehlt leider an Besonderheiten und einer klaren Linie, die melodischen Parts sind nämlich sehr gut und könnten durchaus mehr ausgeschöpft werden.

K.K.: Leicht eintönig und für mein Empfinden zu poppig kommen Gothic (was für ein einfallsloser Name) auf diesem Album daher. Wenig Wiedererkennungswert – rauscht im Hintergrund vorbei….

K.W.: Der Bandname verwirrte etwas. Ist aber moderner derb groovender Metal mit einer starken Kante Melodic Death Metal. Der mit den Growls, weniger der Skandinavische.

M.B.: Die Musik ist garnicht mal so uninspiriert, wie der Band-Name vielleicht vermuten lassen würde.

M.S.: Ich weiss nicht kann mich nicht wirklich damit anfreunden…

K.Z.: Oha. Die Songstruktur von Demons ist entweder die Inkarnation von 08/15 oder schlichtweg furchtbar aufgebaut. Man hat bei Gothic also die die Extreme zwischen vorhersehbar langweilig und unvorhersehbar schlecht.

C.W.: Das hier kann ich irgendwie nur als „Nicht-Fisch, nicht Fleisch“ (am ehesten so ein Gothic-Doom-Gemisch) abtun und muss es damit in die Keine-Ahnung-was-ich-damit-anfangen-soll-Schublade stecken.

C.S.: Das ist keine Musik für zwischendurch, hat man Muse und offene Ohren, dann hört man die Vielschichtigkeit dieser Band, ein rumänisches Urgestein, dass schon ewig existiert.

S.S.: Irgendwie eine komische Mischung.

J.K. Nun ja, hier habe ich mich echt schwer getan, denn grundsätzlich sind die einzelnen Songs für sich genommen gut gemacht und der Sound wirklich professionell. Insgesamt hatte ich jedoch den Eindruck, die Jungs fischen stilistisch in zu vielen Meeren… schade, mir zu viel Paella.

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