Cryonic Temple “Immortal” 4/6

Metal Heaven
Bewertung: 4/6
Spielzeit: 51:40
Songs: 11

Cryonic Temple sind eine schwedische Power-Metal-Band, die hiermit ihr inzwischen bereits viertes Album vorlegt. Mit Magnus Thurin haben sie dabei einen neuen Sänger am Start, aber ob sich dadurch was verändert hat, an deren Musik, kann ich nicht sagen, da ich die Vorgängeralben nicht kenne. Aber auf jeden Fall ist es stellenweise äußerst amtlich, was die Jungs da auf diesem Silberling auftischen. Insbesondere die ersten drei Lieder machen richtig Laune. Mit dem Titeltrack beginnen sie sehr furios, und auch wenn das folgende „Standing Tall“ so klingt, als zupfe Rock’n’Rolf persönlich an den Saiten rum, macht das Stück viel Spaß. Mit „Where Sadness Never Ends“ kommt dann mein persönliches Highlight, nämlich eine Halbballade mit einem gnadenlos großartigen Refrain, wunderbar druckvollem Riffing und großer Melodie – leider wird das Stück etwas arg „ausgefaded.“ Das sich anschließende „Beg Me“ haut ebenfalls noch gut rein, auch wenn hier ein etwas hölzern gestrickter Pre-Chorus erste Ausfallerscheinungen offenbart. Und die kommen im Folgenden dann leider reihenweise, wobei Ausfälle etwas mies ist, aber die Tracks 5 („Freedom Calling“) und 6 („Fear Of The Rage“) zünden halt nicht mehr so recht und klingen arg beliebig. Mit dem fiesen Riffing von „Time“ macht man dieses Manko aber wieder wett, doch die beiden vorletzten Stücke „Fight To Survive“ und „Train Of Destruction“ kann man sich dann auch getrost schenken (aber vielleicht liegt das bloß daran, dass ich Up-Tempo-Speed-Nummern schon unzählige Male in meinem Leben gehört habe – aber ich glaube ja doch eher, dass man hier noch ein paar nette Ideen hätte einbauen dürfen…). Schick ist dann aber wieder die traurige Abschlussballade „As I Sleep,“ die ein letztlich gutes Album mit einigen schwächeren Songs, die man aber überhören kann, ohne dass sie arg stören, versöhnlich in ein Outro hinein ausklingen lässt. Und sollten Cryonic Temple beim nächsten Mal mehr Zeit zum Komponieren eingeräumt bekommen, droht uns mit dem fünften Stück gewiss der Oberhammer, denn dass sie komponieren können, zeigt sich auf der Scheibe zuhauf!

http://www.myspace.com/cryonictemple

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